04. Mai 2012
Fachkräfte und Demografie – Worauf steuert Deutschland zu?
Exklusiver Round Table mit Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen MdB
„Es ist uns eine besondere Freude, Sie hier in diesem kleinen Kreise begrüßen zu dürfen“, begrüßte Dr. Ulrich Zeitel, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates in Baden-Württemberg, Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen MdB zum Politischen Mittgastisch im Hotel Erbprinz in Ettlingen.
Foto: Wirtschaftsrat

Die Landtagsabgeordneten Katrin Schütz MdL und Werner Raab  MdL als auch die Oberbürgermeister der Städte Ettlingen und Pforzheim, Johannes Arnold und Gert Hager, waren der Einladung zum Austausch und Dialog mit Mitgliedern des Wirtschaftsrates über das für Unternehmer brisante Thema gefolgt.

 

„Die Soziale Marktwirtschaft besteht aus einem sozialen und einem unternehmerischen Element. Mit Sorge sehen wir derzeit eine immer stärkere Verschiebung der Balance zur Betonung des Sozialen“ eröffnete Dr. Zeitel die Diskussion.

 

Dr. Ursula von der Leyen MdB, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, kam unmittelbar von Unternehmergesprächen in Baden-Baden und berichtete auch den anwesenden Wirtschaftsvertretern von ihren derzeitigen „Sorgenkindern“: Sowohl die Jugendarbeitslosigkeit als auch die bessere Integration von Älteren in den Arbeitsprozess und die bessere Einbeziehung von Frauen unter einer gut funktionierenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf, seien Themen, die sie derzeit stark beschäftigen. Aber auch Jugendlichen mit Migrationshintergrund und einer gesteuerten, aber absolut notwendigen Zuwanderung, gelte ihr besonderes Augenmerk, erläuterte die Bundesministerin.

Foto: Wirtschaftsrat

Der Südwesten Deutschlands, insbesondere das Land Baden-Württemberg, hat in den vergangenen Jahren gravierende und teils einschneidende Krisen relativ unbeschadet überstanden und ist aus diesen teils sogar gestärkt hervorgegangen. Dafür mögen verschiedene Gründe ursächlich sein: Letztendlich sind es die Menschen, die Struktur des Landes, der starke Mittelstand, die Industrie und die tiefe Wertschöpfung, die die Grundlage für Wachstum und Wohlstand in Baden-Württemberg schaffen und garantieren.

 

Insbesondere die klugen und kreativen Köpfe aus Forschung, Wissenschaft und Lehre sowie aus Wirtschaft und Unternehmen haben Baden-Württemberg vorangebracht. Arbeitskräfte und Bildung sind somit maßgebende und richtungsweisende Themen unserer bewegten Zeit. „Baden-Württemberg steht sehr gut da. Dies soll auch in Zukunft so bleiben,“ sagte Dr. Ursula von der Leyen.

Foto: Wirtschaftsrat

Im Rahmen des exklusiven Mittagstisches mit der Bundesarbeitsministerin nutzten die geladenen Unternehmer die Chance mit dr. Ursula von der Leyen MdB zu diskutieren, ihr ein umfassendes Stimmungsbild aus Baden-Württemberg mitzugeben und ihr die eigenen Sorgen und Nöte zu vermitteln.

 

„Der Dialog und Austausch zwischen der Politik und Wirtschaft ist wichtiger denn je. Fragen wie etwa um das Betreuungsgeld und um den Mindestlohn sind drängender als je zuvor,“ schloss Dr. Zeitel den Round Table ab und appellierte an die Ministerin, soziale Ausgewogenheit in Einklang mit unternehmerischer Verantwortlichkeit zu bringen.