22. Juni 2015
Fachkräftemangel darf nicht zum Wachstumshindernis Nummer 1 werden
Wolfgang Steiger: Wir müssen eine Willkommenskultur entwickeln, die Leistung belohnt!

„Deutschland steht vor der Herausforderung, hohe Hürden gegen den Missbrauch unserer Sozialsysteme mit noch größerer Offenheit gegenüber notwendiger Einwanderung ausgebildeter Menschen zu vereinbaren. Wir werden unseren Wohlstand nur dann halten, wenn vor dem Hintergrund der massiven demografischen Veränderungen mehr qualifizierte Zuwanderer gewonnen werden“, erklärt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Wolfgang Steiger, gegenüber der WELT.

„Um der Bevölkerung eine moderne Einwanderungspolitik zu vermitteln, ist neben der Festlegung positiver Kriterien für die Aufnahme zugleich größerer Mut zu Restriktionen erforderlich. Die jüngst von der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin beschlossenen Ausweitung der so genannten sicheren Drittstaaten ist daher ein richtiger Schritt, um Asylverfahren und Abschiebungen zu beschleunigen“, so Steiger. Lesen Sie den ganzen Bericht auf ersten Seite des Wirtschaftsteils in der heutigen Ausgabe der WELT. 

„Der Ausweitung der Sprachkurse für Asylbewerber und Flüchtlinge kommt eine Schlüsselrolle für eine Teilhabe am Arbeitsmarkt zu. Wenn es gelingt, die Leute von der Straße zu holen, wird dies vielerorts das Sicherheitsgefühl der Bürger verbessern. Wir müssen eine Willkommenskultur entwickeln, die Leistung belohnt“, zitiert die WELT Steiger weiter.

Steiger: „Gerade in Regionen abseits der Großstädte mit vielen Hidden Champions spitzt sich der Fachkräftemangel bereits extrem zu. Benötigt werden gut ausgebildete Fachkräfte in Industrie, Handwerk und Gesundheitsbereich. Die geplante Bleibeperspektive für junge Flüchtlinge für die Dauer ihrer Ausbildung ist daher zu begrüßen, reicht jedoch nicht. Genau wie Akademiker sollten auch erfolgreiche Absolventen einer Berufsausbildung sich eine Arbeitsstelle suchen dürfen.“

Damit der Fachkräftemangel nicht zu Deutschlands Wachstumshindernis Nr. 1 wird, fordert der Wirtschaftsrat darüber hinaus:

  • Statt eines Aufenthaltsrechts mit dem so formulierten Ziel der Begrenzung der Einwanderung Schaffung eines Zuwanderungsrechts, das schon durch seine freundlichere Wortwahl ein Willkommenssignal aussendet.

 

  • Verbesserung der zwischenstaatlichen Anerkennung von Abschlüssen und Abkürzung von Anerkennungsverfahren.

 

  • Zügiger Ausbau des elektronischen Bewerberpools „Make it in Germany“, damit einerseits Unternehmen einen Überblick über ausländische Bewerber erhalten und andererseits qualifizierte Zuwanderer rascher regionale Bedarfe einschätzen können.“


Weiterführende Informationen:

Themenseite Arbeitsmarkt und Alterssicherung

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