14. November 2017
Finanzwelt 4.0: Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft führt Symposium durch
v.l.n.r. Dr. Nico Peters, Gründer und CEO der COMPEON GmbH, Prof. Dr. Hartmut Pohl, Geschäftsführer der softcheck GmbH, Prof. Dr. Mike Friedrichsen, Gründungspräsident der Berlin University of Digital Sciences (Foto: Wirtschaftsrat)

Bitcoin, Blockchain, FinTech: Die Chancen und Risiken digitaler Währungen und neuer Finanztechnologien standen im Mittelpunkt eines Symposiums der Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft des Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen der CDU e.V. bei der Bauwens GmbH & Co. KG. Gastgeber und Landesvorsitzender Paul Bauwens-Adenauer begrüßte die Anwesenden. Peter Bisa, Vorsitzender der Landesfachkommission, stellte eingangs die Frage: Naht das Ende der klassischen Bankenwelt?

Peter Bisa (Foto: Wirtschaftsrat)

Hierüber diskutierte Bisa mit Prof. Dr. Mike Friedrichsen, Gründungspräsident der Berlin University of Digital Sciences, Prof. Dr. Hartmut Pohl, Geschäftsführer der softscheck GmbH und Dr. Nico Peters, Gründer und CEO der COMPEON GmbH. Die Vor- und Nachteile der digitalen Währung Bitcoin standen genauso im Fokus wie die Funktionsweise der Blockchain. „Digitale Währungen wie Bitcoin haben das Potential die vorherrschende Bezahlart für den Online-Handel zu werden“, argumentierte Prof. Friedrichsen. Zudem besäßen digitale Währungssysteme Eigenschaften, die dem Verhalten der Konsumenten in Zukunft vermehrt entsprächen. 

(Foto: Wirtschaftsrat)

Einigkeit herrschte darüber, dass das Potential der Blockchain-Technologie, auf der auch Bitcoin beruhe, riesig sei. So könnten in Zukunft teure Kontrollinstanzen im Geldverkehr durch Automatisierung überflüssig werden. Dienstleistungen wie Finanzierung, Überweisung und Wertpapierdepots seien nur die Spitze des Eisbergs. Blockchain könne auch in anderen Branchen wie Energie und Handel zum Einsatz kommen. Trotz der aktuell vorherrschenden Technik-Euphorie müssten die Risiken immer im Auge behalten werden, verdeutlichte Prof. Pohl. Manipulation und Datendiebstahl seien auch bei der als sicher geltenden Blockchain möglich. Ob die klassische Bankenwelt in Zukunft überflüssig werde, dies vermochten die Experten noch nicht abzuschätzen.