24. Juni 2014
"Förderung ist nicht sexy, kann aber viel bewirken und verändern!"
Die Landesfachkommission Mittelstand und die Sektionen Main-Kinzig und Wetterau luden zum fünften Unternehmerpanel unter der Überschrift „Förderung und Finanzierung mittelständischer Unternehmen“ nach Hanau ein. Die vier Referenten stellten sich in den Räumlichkeiten der ALD Vacuum Technologies GmbH den Fragen des Publikums und gaben Tipps und Tricks für finanzielle Förderungsmöglichkeiten durch Banken oder Privatinvestoren.
v.l.n.r. Dr. Gert Schorradt, Frank Lankau, Erhard Seeger, German Halcour, Michael Protzmann, Gerd Robanus (Foto: Wirtschaftsrat)

Nach der Begrüßung und Kurzvorstellung des Gastgebers ALD Vacuum Technologies GmbH durch Michael Protzmann, hatte der erste Referent, Frank Lankau, Sprecher der Sektion Main-Kinzig und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Commerzbank AG, Gelegenheit, die aktuellen Rahmenbedingungen für die Fremdkapitalaufnahme durch Banken darzulegen.

 

Roland Kilb, Abteilungsleiter bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, stellte kurz die verschiedenen Fördermöglichkeiten seines Instituts vor und ging dabei u.a. auf die Möglichkeit einer Bürgschaft ein. „Förderung ist nicht sexy, kann aber viel bewirken und verändern“, gab er den Teilnehmern mit auf den Weg.

 

Dr. Gert Schorradt, Consultant Privat Equity der Dr. Schorradt Consulting, legte kurz dar, warum und wie Eigenkapital durch Privatinvestoren einem Unternehmen helfen kann und stellte als neuartige Möglichkeit das „Cloud-Funding“ vor – eine Suche nach Investoren über eine Internet-Plattform. Am Ende war der wichtigste Tipp jedoch: „Nehmen Sie immer jemanden mit zu Ihren Beratungsgesprächen bei Banken, einfach um Missverständnisse zu vermeiden.“

 

Die politischen Rahmenbedingungen für Förderung und Finanzierung mittelständischer Unternehmen präsentierte Gerd Robanus von den GUFARO Liegenschaften. „Wenn Sie nicht die Politik ändern, werden es andere für Sie tun und dann nicht immer in Ihrem Sinne.“ Mit diesen Worten appellierte er für mehr politisches Engagement bei den Teilnehmern. Nur dadurch können Gesetze wie das Entgeltgleichheitsgesetz und das Neue Unternehmerstrafrecht im Sinne des Mittelstandes und der Sozialen Marktwirtschaft abgeändert werden.