19. September 2013
Fünfzig Jahre Soziale Marktwirtschaft haben uns Wohlstand und Umweltschutz gebracht!
Bundesminister Peter Altmaier MdB: "Dritte Innovationswelle wird aus Deutschland kommen!"
Nicht Wohlstand oder Umweltschutz, wie es die Grünen propagieren, sondern Wohlstand und Umweltschutz sind die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft, die Deutschland in den letzten fünfzig Jahren in blühende Landschaften verwandelt hat. Diese Botschaft von Bundesumweltminister Peter Altmaier auf der Feier zum 50-jährigen Jubiläum Wirtschaftsrates der CDU e.V. am Dienstagabend auf Schloß Plön fand die einhellige Zustimmung der übrigen Redner und der 140 anwesenden Mitglieder.

Er pfeife aus dem letzten Stimmband, erklärte der Ehrengast Bundesumweltminister Peter Altmaier mit angeschlagener Stimme. Doch trotz des Wahlkampfstresses begeisterte er mit seiner Rede. Daß die soziale Marktwirtschaft nicht nur eine Floskel geblieben ist, sei auch ein Verdienst derer, die unternehmerisch tätig sind. Zur Energiewende erklärte er, daß bezahlbare Energie in ausreichender Menge vorhanden, aber auch sauber sein müsse. Doch nicht um jeden Preis. Wenn die Umorientierung in der Energieversorgung weltweite Auswirkungen haben soll, müßte die Idee auch an Länder wie beispielsweise China und Indien verkauft werden. Sie werde aber zum Ladenhüter, wenn die Energiewende auf Kosten des Wohlstands durchgezogen werde. Umwelt gekoppelt an den Wohlstand sei die einzige Alternative. „Es ist eine Operation am offenen Herzen, denn die Stromversorgung ist unser Blut- und Nervensystem“, erklärte Altmeier. Deutschland erwachse aus der Energiewende aber eine großartige Chance, eine dritte weltweite Innovationswelle auszulösen, nachdem die Japaner die Unterhaltungselektronik und die Amerikaner die Kommunikationstechnologie in den letzten Jahrzehnten erfolgreich revolutioniert hätten.

Peter Altmaier lebe das Thema Energiewende mit dem ganzen Gewicht seiner Persönlichkeit, bescheinigte ihm der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrats Dr. Philipp Murmann für seine Ausführungen. Mit einigem Stolz blickte der Ehrenvorsitzende Dr. Dieter Murmann auf die vergangenen 50 Jahre des berufsständischen Unternehmerverbandes zurück, dessen Geschicke er als Bundesvorsitzender ein Jahrzehnt lang mit geprägt hatte. Dem Wirtschaftsrat attestierte er einen harmonischen Geist und ein kollegiales Klima. „Ich hoffe, daß das Kämpfen den heute Aktiven noch genauso viel Spaß macht, wie uns damals“.

Als Meinungsführer und Meinungsbildner bezeichnete Dr. Jürgen Westphal, ehemaliger Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, die Aufgabe des Wirtschaftsrates. Das Verständnis und der Respekt zwischen Politik und Wirtschaft hätten sich allerdings in den letzten Jahren eher verschlechtert. „Die große Aufgabe der Zukunft wird es sein, die beiden Bereiche wieder mehr zueinander zu bringen.“, so Westphal, der die Bringschuld der Wirtschaft betonte und um Verständnis warb, daß eine große Volkspartei alle Interessen gleichermaßen im Blick behalten müsse. Er erinnerte daran, daß Ludwig Erhard seinerzeit gegen harte Widerstände des Bundesverbandes der Deutschen Industrie das deutsche Kartellrecht erfolgreich durchgesetzt habe, welches den mittelständischen Unternehmen bis heute faire Wettbewerbsbedingungen in Deutschland beschere. Dem Wirtschaftsrat, der als Mittler zwischen den Welten von Wirtschaft und Politik ein besonderes Verständnis für beide Seite mitbringe, werde deshalb in den nächsten Jahren noch größere Bedeutung zukommen. 

 

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