25. November 2016
Gebietsreform nur gemeinsam mit Verwaltungs- und Funktionalreform
Unternehmer fordern Zusammenlegung des Eichfelds, Nordhausens und
Kyffhäuser-Kreis in einem Nordthüringen

"Eine Gebietsreform ohne Reform der Verwaltungsstrukturen lehnen wir als Interessenvertreter der regionalen Unternehmer und Unternehmen ganz klar ab. Positive, insbesondere Kosten
einsparende Effekte werden nämlich erst dadurch zu erzielen sein", so Roland
Handrek, Sprecher der Sektion Nordthüringen im Wirtschaftsrat Deutschland im
Ergebnis der jüngsten Sitzung des Sektionsvorstandes. So seien die Chancen
einer sinnvollen Gebiets- und Strukturreform jetzt gegeben. Das Ziel müsse
lauten: Bildung zukunftsfähiger Gebietskörperschaften und Schaffung von
wirtschaftlich starken Landkreisen. Deshalb dürfe eine Strukturreform nicht
nur diskutiert werden, sondern sei ernsthaft und ohne Zeitverzug umzusetzen.
Thüringen, ein Land mit zwei Millionen Einwohnern, könne und sollte sich
nicht länger eine dreistufige Verwaltungsstruktur leisten. Wirtschaft und
Bevölkerung benötigten kurze Verwaltungswege und damit schnelle
Entscheidungen.

Dazu gehöre allerdings auch, dass sich die kommunalen Entscheidungsträger
endlich von "alten Zöpfen" trennen: Wozu betreiben die Stadt und der
Landkreis Nordhausen eine getrennte Wirtschaftsförderung? Eine Frage, die
von den Unternehmern schon seit über zehn Jahren gestellt wird. Schließlich
sei die Wirtschaft Nordthüringens bereits, auch verkehrstechnisch begünstigt
durch die Verbindung durch die A 38, wesentlich weiter als die
Landespolitik. "Die Sektionen Eichsfeld, Nordhausen und Kyffhäuser-Kreis des
Wirtschaftsrates fusionierten vor inzwischen drei Jahren Ende 2013 zur
Sektion Nordthüringen im Landesverband Thüringen, der NUV-Nordhäuser
Unternehmerverband, mit Mitgliedern überwiegend aus den Regionen Nordhausen,
Eichsfeld und Kyffhäuser, wurde zum Nordthüringer Unternehmerverband.
Nordhausen und das Eichsfeld haben eine gemeinsame Handwerkskammer", zählt
Handrek nur einige Beispiele mit Vorbildwirkung auf. Diese Reihe ließe sich
fortzusetzen mit der gemeinsamen Arbeitsagentur bis hin zu sportlichen und
kulturellen Verbindungen.

Daher die Forderung als knappe Formel in Richtung Landespolitik und
Kommunen:

JA zu Gebiets-, Struktur- und Verwaltungsreform als Einheit!

Und JA für ein Nordthüringen als wirtschaftlich starke und tragfähige
Struktur, zusammengelegt aus Eichsfeld, Nordhausen und Kyffhäuser!

Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Thüringen
Telefon: 0361/ 5661488
Telefax: 0361/ 5661490