13. Juli 2017
Generationenbilanz offenbart astronomische Zukunftslasten der SPD-Rentenvorschläge
Wolfgang Steiger: „Neue Ausgaben, die die Generationengerechtigkeit überstrapazieren und unweigerlich Schulden nach sich ziehen, darf es nicht geben“

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. sieht die Generationenbilanz der Stiftung Marktwirtschaft als Beleg an, dass die SPD-Rentenpläne der jungen Generation gewaltige Lasten aufbürden. „Nach großen Rentengeschenken in dieser Legislaturperiode darf es neue Ausgaben, die die Generationengerechtigkeit überstrapazieren und unweigerlich Schulden nach sich ziehen, nicht geben“, warnt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

 

„Die Sozialdemokraten beziffern die Kosten ihrer Rentenvorschläge nur bis zum Jahr 2030. Aus gutem Grund: Denn erst dann geht ein Großteil die geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Dazu sind die Zahlen zu optimistisch gewählt“, sagt Wolfgang Steiger. Die Stiftung Marktwirtschaft hat über 2030 hinausgerechnet und einen realistischeren Ansatz gewählt. Ergebnis: Sage und schreibe 1,6 Billionen Euro an zusätzlichen Lasten für Rentenansprüche fallen an, wenn das Rentenniveau nach SPD-Vorstellungen bei 48 Prozent fixiert wird. „Martin Schulz will jedem Säugling über 20.000 Euro Schulden zusätzlich auf seine schmalen Schultern packen. Diesen Willkommensgruß der SPD brauchen unsere Kinder nicht“, sagt Wolfgang Steiger. Insgesamt würde allein die von der SPD geforderte Fixierung des Rentenniveaus den Etat des Bundes für fünf Jahre auffressen.

 

Bisher lässt die Bevölkerungsalterung durch den demographischen Faktor zugleich Rentenbeiträge steigen (und damit Nettolöhne der Erwerbstätigen schrumpfen) sowie das Rentenniveau sinken. Nach dem Willen der SPD sollen durch das Einfrieren des Rentenniveaus die jungen Erwerbstätigen allein die Lasten der Bevölkerungsalterung tragen. „Das ist nicht fair und verlagert das Problem nur in die Zukunft. Dabei gibt es einen Königsweg, nämlich der Verknüpfung von Lebensdauer und Lebensarbeitszeit“, betont Wolfgang Steiger. „Seit den 1960er Jahren hat sich die Rentenbezugszeit auf im Schnitt 20 Jahre verdoppelt. Ein Teil der gewonnenen Lebenszeit dazu zu nutzen länger zu arbeiten, wäre angemessen und gerecht. So kann das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern halbwegs im Lot gehalten werden. Es ist schade, dass die SPD sich zukunftsweisenden und nachhaltigen Lösungen verschließt“, sagt Wolfgang Steiger.

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