02. November 2018
Gesundheitsprävention nicht durch Bürokratie verhindern
Wolfgang Steiger: Weitere bürokratische Hürden im Gesundheitswesen und für die Unternehmen darf es nicht geben

Berlin, 2. November 2018.  Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert die von der Bundesregierung geplante Einschränkung der steuerlichen Förderung von Gesundheitsprävention im Job. Demnach müssen die Maßnahmen von den Krankenkassen zertifiziert werden, damit Unternehmen sie steuerlich absetzen können. „Dieser Vorstoß ist mittelstandsfeindlich“, sagt Generalsekretär Wolfgang Steiger. „Denn vor allem kleine und mittlere Unternehmen könnte der bürokratische Aufwand davon abhalten, auch künftig in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren.“

 

Gleichzeitig können nur große Anbieter, wie etwa Fitnessketten, den bürokratischen Mehraufwand durch die geplante Zertifizierung stemmen. Kleinere Gesundheitsunternehmen hingegen würden auf der Strecke bleiben. Zudem sendet die Große Koalition damit ein falsches Signal an Bürger und Unternehmen und macht Bemühungen zu einer besseren Gesundheit der Arbeitnehmer zunichte. „Gerade im Hinblick auf die Alterung der Gesellschaft braucht es mehr und nicht weniger Anreize für gesundheitsbewusstes Verhalten und individuelle Vorsorge“, fordert Wolfgang Steiger. „An mehr Eigenverantwortung und Vorsorge für die steigenden Gesundheitskosten führt kein Weg vorbei – hierbei können die Maßnahmen der steuerlich geförderten Gesundheitsprävention im Job einen wichtigen Beitrag leisten.“

 

Eine weitere Bürokratisierung im Gesundheitswesen und für die Unternehmen darf es deshalb nicht geben. „Ansonsten sehen auch wir die Gefahr, dass betriebliche Gesundheitsangebote ersatzlos gestrichen werden“, warnt Wolfgang Steiger. „Leidtragende wären dann in erster Linie die Arbeitnehmer. Und Unternehmen müssten mit höheren Krankenständen rechnen.“

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