19. Mai 2015
Mittagsveranstaltung der Sektion Plön/Ostholstein im Fuchsbau-Hotel Timmendorf
Glasfaserausbau in touristischen Regionen - Perspektiven für Ostholstein
Nachdem die Ausbausituation für Nord friesland zuletzt im Rahmen einer Podiumsdiskussion eingehend beleuchtet worden ist, hat die Sektion Plön/Ostholstein am 19. Mai 2015 das Breitbandkompetenzzentrum an die Ostseeküste eingeladen, wo der Ausbau von Glasfaser bisher bislang noch gar nicht vorangekommen ist.
v.l. Johannes Lüneberg (Breitband Kompetenzzentrum SH) und Karsten Kahlcke (Sprecher der Sektion Plön/Ostholstein) / Foto: Wirtschaftsrat

Im Gegensatz zu Nordfriesland setze man in Ostholstein nach langen Vorüberlegungen nun auf ein Zweckverbandsmodell, das für die Kommunen in den Jahren 2017 bis 2023 einen vollständigen Ausbau in Abschnitten vorsehen würde, wobei ein paralleler Ausbau zusätzliche Beschleunigung ermögliche. Das Modell sei insofern attraktiv, als es zum einen einen raschen Ausbau und zum anderen den Kommunen positive Erträge biete, wenn die Netze nach Ablauf der Finanzierungsdauer wieder an sie zurückfallen.


Im Gegensatz dazu seien Angebote anderer Anbieter, die den Ausbau schrittweise in Kombination mit Funktechniken und Kupferverbindungen erst zu Knotenpunkten, dann bis zur letzten Meile und schließlich bis zum Hausanschluß mittels verlorener staatlicher Zuschüsse durchführen wollen, weniger attraktiv, weil sie sowohl kurz- wie auch langfristig aus der Sicht der
Kommunen im Vergleich nicht wirtschaftlich seien.


In der anschließenden Diskussion wurde Verwunderung darüber laut, daß weder die touristische Wirtschaft noch die Industrie- und Gewerbegebiete die Ausbaunotwendigkeit bislang hinreichend erkannt hätten. Jedenfalls habe sich das Datenvolumen vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2012 verfünfhundertfacht, weshalb die Prognose einer weiteren Versechsfachung bis zum Jahr 2020 angesichts der ungebremsten Entwicklung fahrlässig erscheine. Nur Glasfaser biete in diesem Sinne eine un beschränkte Kapazitätsausweitung.


Jedenfalls, so Sektionssprecher Karsten Kahlcke, zeigten Länder wie Korea, Japan, Estland und auch Lettland, daß die Spitzenreiter im weltweiten Wettbewerb der Digitalisierung schon weit vorausgeeilt sind. BZ

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