21. November 2013
JOUR FIXE
Global aber zugleich persönlich: Der internationale Kaffeehandel aus Sicht eines Hamburger Kaffeeunternehmers
Joachim Taubensee, Geschäftsführender Gesellschafter Eugen Atté GmbH
(Foto: Wirtschaftsrat)

Dass Vietnam der zweigrößte Kaffeeexporteuer ist, hat die etwa 40 Teilnehmer des Jour Fixe im Hafen-Club Hamburg doch überrascht. Kaffeeanbau verortet man gemeinhin nach Südamerika. So selbstverständlich der Kaffeekonsum für uns zum Alltag gehört, so wenig weiß man wirklich über Herkunft, Sorten und Anbau- sowie Vermarktungsbedingungen.

Der Kaffeekonsum hat sich in den vergangenen Jahren bei uns stark gewandelt - nicht nur mit dem Boom der "Kapsel". Immer ausgefeilter wird das Angebot und gleichzeitig wird der herkömmliche Kaffee immer günstiger. Dass dies auch zulasten der Produzenten in den Anbauländern und vor allem zulasten der kleinen Kaffeebauern geht, dafür muss weiterhin ein Bewusstsein geschaffen werden.

China ist derzeit ein Riesenmarkt, so Taubensee. Daran zeigt sich: Nach wie vor gibt es einen Zusammenhang zwischen Wohlstand und Kaffeekonsum. Taubensee: "Wenn jeder Chinese künftig täglich nur eine Tasse Kaffee trinke, so benötige China drei Viertel des weltweit angebauten Kaffees.