11. Juni 2014
Globale Megatrends in der Energiepolitik und ihre Auswirkungen auf Deutschland
Prof. Dr. Friedbert Pflüger: Fossile Energieträger nicht per se verurteilen und abgelehnen
Zum traditionellen Spargelessen der Sektion Altmark in Hotel Schloß Storkau durfte der Sektionssprecher Dr. Christoph v. Katte in diesem Jahr Prof. Dr. Friedbert Pflüger, Parlamentarischer Staatssekretär a.D. im Bundesverteidigungsministerium, CEO der Pflüger Internationale Beratung GmbH, Direktor des European Centre for Energy and Resource Security,King’s College London und Mitglied des Aufsichtsrates, Alstom Power GmbH, als Dinner-Speaker begrüßen.
Prof. Dr. Friedbert Pflüger Foto: Wirtschaftsrat

Prof. Dr. Pflüger gab den mehr als 30 Mitgliedern und Gästen einen kurzen Abriss Internationaler Verflechtungen mit der deutschen Energiepolitik, wobei der Schwerpunkt in diesem Fall nicht auf den erneuerbaren, sondern den fossilen Energieträgern lag. So dürften die fossilen Energieträger nicht per se verurteilt und abgelehnt werden, da nur ein ausgewogener Energiemix den Weg in die Zukunft weisen könne und – wenn man die internationalen Märkte beobachte – der Trend dorthin ginge. Bei allen Verteufelungen würde durch die traditionellen Energieträger wie Gas, Öl und Kohle die Versorgungssicherheit mit Energie gewährleistet, ein Vorteil, den weder die Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie momentan leisten könnten.

Foto: Wirtschaftsrat

Besonderes Augenmerk müsse man deshalb auch auf die Energielieferanten Deutschlands richten: Russland. Als einer der größten Energiepartner stände es zwar ob seiner Außen- und Innenpolitik im Kreuzfeuer der Kritik, wäre aber – selbst zu Zeiten des Kalten Krieges – immer ein zuverlässiger Vertragspartner gewesen und würde durch das momentane Taktieren auf deutscher und europäischer Seite nicht zum Umdenken bewegt, sondern in die Arme eines anderen, sehr potenten Handelspartners getrieben: der Volksrepublik China. Damit würde aber auch wieder ein Wettbewerb losgetreten, den letztendlich die Verbraucher zu zahlen hätten.

 

Nach einer sehr spannenden und kontroversen Diskussion klang das Spargelessen nach zu später Stunde aus.