30. September 2016
Griechenland hat erst drei von 15 Reformvorgaben erfüllt
Wolfgang Steiger heute in der FAZ: Wir müssen verhindern, dass sich noch mehr Menschen enttäuscht von Europa abwenden

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert angesichts der erneuten Forderung des Internationalen Währungsfonds nach einem Schuldenschnitt für Griechenland, die Situation neu zu bewerten und die Rahmenbedingungen für die Hilfskredite zu überdenken. Die FAZ zitiert dazu Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats: „Eine Griechenland-Rettung kann und wird in diesem Rahmen nicht funktionieren. Wir sollten dringend mit den laufenden Auszahlungen aufhören, bis hier nicht eine gemeinsame Grundlage gefunden ist.“ Griechenland hinke im Zeitplan für die Reformen schon wieder deutlich hinterher und die EU-Kommission verkünde weiter rosige Szenarien, während der IWF offen anspreche, dass die zugrunde liegenden Annahmen vollkommen unrealistisch und viel zu optimistisch sind.

„Uns muss klar sein, dass wir längst nicht mehr nur über Griechenland sprechen. Es geht vielmehr um die Frage, ob wir eine Daueralimentierung in Europa akzeptieren, wie wir die Europäische Union weiterentwickeln und wie wir verhindern, dass sich noch mehr Menschen enttäuscht von Europa abwenden“, mahnt Steiger. Von 15 geforderten Reformen habe Griechenland kurz vor dem vereinbarten Stichtag wieder nur drei umgesetzt. Das altbekannte Tauziehen zwischen den Gläubigern und der Athener Regierung werde sich in den nächsten Tagen und Wochen in gewohnt frustrierender Weise wiederholen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel „Neuer Ärger über die Rettung Griechenlands“ in der heutigen Printausgabe der FAZ auf Seite 23.

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