27. Januar 2014
Große Koalition im Bund - Was heißt das für Bremen?
Eckhoff und Tschöpe diskutieren über Chancen und Probleme
Kostet der Mindestlohn Zehntausende Arbeitsplätze? Wie wirkt sich die Reform des EEG aus? Ist das Sozialversicherungssystem auch nach der Rentenreform noch zukunftsfähig? Diese und andere Fragen wurden auf Einladung des Wirtschaftsrates in den Räumen der Deutschen Bank diskutiert.
v.l.n.r Jens Eckhoff (CDU); Malte Bastian; Björn Tschöpe (SPD). Foto: Wirtschaftsrat.

Herr Ludwig Blomeyer-Bartenstein begrüßte als Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank in Bremen die Diskutanten Jens Eckhoff, Björn Tschöpe und den Moderator Malte Bastian sowie die über 50 anwesenden Zuhörer. Dieser herzlichen Begrüßung schloss sich auch Imke Goller-Wilberg als Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates in Bremen an. Diese freute sich außerordentlich über das große Interesse der Mitglieder und erhoffte sich von der Diskussion neu Erkenntnisse darüber, wie sich die anstehenden Entscheidungen der Großen Koalition in Berlin auf die Freie und Hansestadt Bremen auswirken.

Die wohl provokanteste Frage des Abends kam gleich zu Beginn der Veranstaltung. So fragte der Moderator Malte Bastian: „Ist Sigmar Gabriel wirklich der „rote Erhard“, wie ihn der SPIEGEL kürzlich betiteltem, und muss sich der Wirtschaftsrat der CDU e.V. möglicherweise ein neues Vorbild suchen?“ Auf diese Frage fand der CDU-Kreisvorsitzende Jens Eckhoff klare Worte. „In der Energiewende muss Herr Gabriel liefern. Er hat sich durch die Koalitionsverhandlungen die Kompetenzen zugesprochen, die ihn zu einer erfolgreichen und einheitlichen Energiepolitik befähigen. Ob es ihm gelingt staatliche Förderung und marktwirtschaftliche Instrumente zu verbinden, wird sich erst noch zeigen“. Auch der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Björn Tschöpe, ergänzte, dass die derzeitige Entscheidung ein Kompromiss sei, der dazu geeignet ist, die Reform zunächst einmal anzuschieben.

Neben der wichtigen Frage nach den Auswirkungen und Problemen bei der Energiewende, welche ohne Zweifel eine besondere Bedeutung für Bremen haben, fanden aber auch andere Themen, wie die Rentenreform und der vermeintliche Fehlstart der Koalition Eingang in die Diskussion. Auch das Interesse an originär bremischen Themen war bei den Zuhörern und Gästen schnelle geweckt. So wurde besonders Tschöpe zur Ausgabenpolitik- und Bildungspolitik des Landes befragt und die Regierungsarbeit vor Ort auf den Prüfstand gestellt.

v.l.n.r. Jens Eckhoff; Imke Goller-Wilberg; Malte Bastian; Björn Tschöpe. Foto: Wirtschaftsrat.