24. Juni 2019
Gründerfonds nach dänischem Vorbild nur der erste Schritt
Wolfgang Steiger: Das Startup-Ökosystem in Deutschland braucht dringend einen besseren Zugang zu Wagniskapital

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. unterstützt die Initiative der FDP, einen Gründerfonds nach dänischem Vorbild aufzubauen. „Wenn wir auch in Zukunft zur Weltspitze zählen möchten, brauchen wir dringend neue, innovative Geschäftsideen. Zurzeit gibt es zahlreiche Hürden und Hemmnisse, die verhindern, dass Startups in Deutschland und Europa zu relevanter Größe wachsen. Der unzureichende Zugang zu Wagniskapital ist eine dieser Ursachen“, analysiert Generalsekretär Wolfgang Steiger.

Ein Gründerfonds wird dazu führen, dass auch institutionelle Investoren (Versicherer, Pensionskassen) mehr Wagniskapital zur Verfügung stellen. „Der Aufbau eines ‚Fund of Funds‘ nach dänischem Vorbild könne dabei helfen, den langfristig angelegten Investitionszeitraum für Wagniskapital den kurzfristigen Auszahlungsvoraussetzungen der Versicherer und Pensionskassen anzupassen“, erläutert Wolfgang Steiger.

Da das deutsche Startup-Ökosystem im internationalen Vergleich relativ langsam wächst, kann ein Gründerfond, wie von der FDP vorgeschlagen, auch nur ein erster Schritt sein. „Es braucht ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die Bedingungen für die Startup-Wirtschaft zu verbessern. Wir erwarten, dass sich auch die Union stärker mit den Problemen der Startups auseinandersetzt. Immerhin werden die Weichen für die Wettbewerbsfähigkeit von morgen bereits heute gestellt“, so Wolfgang Steiger

 

Zu weiteren Innovationshürden für junge Unternehmen zählen ausschweifende Bürokratie und der erschwerte Zugang zu Daten. „Ein kostengünstiger und effizienter Zugang zu anonymisierten und pseudonymisierten Daten ist dabei ebenso wichtig, wie Ausnahmeregelungen in der DSG-VO. Eine Mittelstandsklausel in der DSG-VO, die zumindest den kleinen und mittelständischen Unternehmen spürbare Erleichterungen verschafft, muss endlich von der Bundesregierung auf den Weg gebracht werden“, fordert Wolfgang Steiger.

 

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