29. November 2017
Gründern Erfolgswege ins Unternehmertum ebnen
Landesfachkommission Thüringen für Wirtschaft und Innovation im Austausch mit Gründerzentrum Gera
Foto K. Seifert: Dr. Merle Fuchs zur Sitzung der LFK Wirtschaft und Innovation

„Unsere Thüringer Gründerszene mit den Potenzialen ihrer Gründer sowie den Erfolgsbeispielen muss mehr ins Rampenlicht! Richtig gelenkt, bieten sich hierfür als erste Anlaufstelle für Gründungswillige mit Ideen und Unternehmergeist vor Ort die regionalen Technologie- und Gründerzentren als Inkubatoren und erste Netzwerk-Plattform in idealer Weise an. Neben der zündenden Idee und dem passenden Team muss auf dem Weg zum Gewinn zuerst die Hürde Startkapital gemeistert werden“, statuiert Dr. Merle Arnika Fuchs, Geschäftsführerin des Technologie- und Gründerzentrums Gera, in das Thema Finanzierung von Start-ups einführend vor der Expertenrunde des Wirtschaftsrates Deutschland und seiner Thüringer Landesfachkommission „Wirtschaft und Innovation“ am 28. November 2017 im Geraer Technologie- und Gründerzentrum (TGZ). Und, sie erntete spontan breite Zustimmung. Dabei seien diese Hürden zwar anspruchsvoll, im Ziel jedoch würde die öffentliche Hand dann die nötigen Mittel zur maßgeblichen Aufstockung des Eigenkapitals vergeben.

 

Business-Angel-Netzwerke seien unerlässliche Finanzquellen in der frühen Phase der Unternehmensgründung, zudem jedoch auch Erfolgsgaranten durch ihre Expertise und weitreichenden Netzwerkkontakte. Mit der bm-t beteiligungsmanagement thüringen gmbh verfüge der Freistaat dann über den deutschlandweit zweitgrößten Frühfinanzierungsfond als Ansprechpartner für Fremdkapital. Kritisch äußerten sich die Anwesenden um Fachkommissionsleiter Dr. Peter Miethe zum Bürokratieaufwand bei Beantragung und Abrechnung von Mitteln des Freistaates zur Technologieförderung und verwiesen auf das Procedere der ZIM-Förderung des Bundes.

 

Um ergebnisorientiert Wirtschaftsförderung für den jeweiligen Standort und insbesondere an Hochschulstandorten wie Gera, Jena, Eisenach, Ilmenau und Erfurt betreiben zu können, müssten Freiräume und Ressourcen für Aufgaben wie Netzwerkbildung, fachliche Betreuung und Unterstützung von Gründern und Start-ups und Sicherung der Standortgemeinschaft bewilligt werden, waren sich die anwesenden Förderer, Investoren und Dienstleister für potenzielle Gründer einig. Und dies sichere letztlich durch wirtschaftlichere Auslastungsquoten höhere Mieteinnahmen und so wiederum mehr Handlungsspielräume. Eine Zentralisierung der Aufgaben könne den an den Standorten unterschiedlichen Technologien oder dem regional begründeten Technologie-Mix der Gründer nicht gerecht werden. Die Bündelung von Aktivitäten der Gründerzentren in Richtung Öffentlichkeit allerdings, die zur besseren und breiteren Wahrnehmung der Gründerszene des Freistaates unter potenziellen Unterstützern und Investoren beitragen würde, sei kurzfristig sinnvoll und nötig, so Empfehlungen und Einschätzungen der Fachkommission.

 

Mit ihren ehemaligen Mietern und heute erfolgreichen Firmen Indu-sol, GeraWeb und ad hoc beste services konnte TGZ-Geschäftsführerin und Inhaberin des TechnologieContor auf gleich drei erfolgreiche Ausgründungen seit Ende 2015 aus dem Geraer TGZ und damit ihren Anteil verweisen.

 

Abschließend wünschten die Gäste dem Gera-Team für ihren Projektantrag WIR - Wandel durch Innovation in der Region den Zuschlag.

Foto K. Seifert: Dr. Merle Arnika Fuchs, Dr. Peter Miethe
Foto K. Seifert: Dr. Merle Fuchs während des Impulsvortrages
Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Thüringen
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