04. Januar 2018
Hamburger Wärmewende: Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verlieren
Dr. Henneke Lütgerath: Fernwärmekunden droht übermäßige Belastung

Der Wirtschaftsrat Hamburg hat starke Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Konzepts zur „Hamburger Wärmewende“, wonach die Fernwärme ab 2025 nur noch aus überwiegend Erneuerbaren Energien erzeugt werden soll. Der Landesvorsitzende Dr. Henneke Lütgerath dazu: „Die Pläne von Umweltsenator Kerstan sind vor allem eines: ideologiegetrieben. Sie sind komplett auf den Klimaschutz ausgelegt und lassen die Ökonomie außen vor. Das ist gegenüber den Fernwärmekunden – angesichts ohnehin steigender Mieten – nicht zu rechtfertigen. Kerstans 10-Prozent-Versprechen ist nicht mehr als ein Lippenbekenntnis, das die Bürger bzw. Mieter am Ende immens belasten wird.“

 

Kritisch sieht der Wirtschaftsrat in diesem Zusammenhang auch die Arbeit des Energienetzbeirates. „Der Energienetzbeirat beschäftigt sich fast ausschließlich mit ökologischen Fragen, über Kosten und Preisauswirkungen wird aber nicht gesprochen. Dabei sollte der energiewirtschaftliche Dreiklang eigentlich der Dreh- und Angelpunkt eines solchen Gremiums sein“, so Lütgerath.

 

Der Wirtschaftsrat begrüßt es gleichzeitig sehr, dass vorhandene Wärmequellen genutzt und verstärkt Abwärme aus Industrieprozessen einbezogen werden sollen.

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Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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