06. November 2017
"Hamburger Wärmewende": Wirtschaftsrat warnt vor Unwucht
Dr. Henneke Lütgerath: Energiewirtschaftlicher Dreiklang darf nicht aus dem Blick geraten

Der Wirtschaftsrat Hamburg fordert von Umweltsenator Jens Kerstan eine fundierte Auskunft, auf welche Kostensteigerungen sich die Hamburger Fernwärmekunden im Zuge des Konzepts „Hamburger Wärmewende“ einstellen müssen. Der Landesvorsitzende Dr. Henneke Lütgerath dazu: „Es klingt alles andere als verlässlich, wenn Herr Kerstan im Hamburger Abendblatt erklärt:  ‘Mehr als zehn Prozent kann ich mir nicht vorstellen‘. Statt eines Lippenbekenntnisses erwarten wir von der Umweltbehörde ein seriös durchgerechnetes Konzept und Transparenz gegenüber den Fernwärmekunden.“


In diesem Kontext bekräftigt der Wirtschaftsrat, dass die Pläne ökologische Aspekte, bezahlbare Preise und Versorgungssicherheit gleichermaßen in Einklang bringen müssen. „Der energiewirtschaftliche Dreiklang muss eingehalten werden. Aktuell sieht es eher danach aus, dass es hier eine Unwucht in dem Konzept gibt“, so Lütgerath weiter. 

 

Bestätigt sieht sich der Wirtschaftsrat außerdem in seiner Forderung aus dem letzten Jahr*, vorhandene Wärmequellen zu nutzen und dabei auch Abwärme aus Industrieprozessen einzubeziehen.

 

*siehe auch Positionspapier „Vier-Punkte-Papier zur Entwicklung der Hamburger Fernwärmeversorgung“ (2016) 

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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