15. November 2011
Georgien im Umbruch
Hauptstadtfrühstück mit Nika Gilauri, Premierminister von Georgien
Erstmalig hatte der Landesverband Berlin-Brandenburg die Ehre, einen Staatsgast begrüßen zu dürfen. Mit Nika Gilauri stellte einer der jüngsten Premierminister der Welt sein Land, die Kaukasusrepublik Georgien, vor.
Nika Gilauri, Premierminister von Georgien

Georgien gilt seit 2003 als Paradebeispiel dafür, wie durch gezielte Entwicklungspolitik und wirtschaftspolitisch orientierter Reformpolitik ein Land binnen zehn Jahren zu bemerkenswerten Erfolgen geführt werden kann. Georgiens Wirtschaft ist auf Wachstumskurs, so wuchs der Außenhandelsumsatz allein im ersten Halbjahr 2011 um 38%. Das BIP wird voraussichtlich um 5,3% wachsen. Zudem ist Georgien im Bericht der Weltbank „Doing Business“ vom Rang 112 auf 16 gestiegen. Diese Erfolge sind umso bemerkenswerter, wenn man die Situation nach der Abspaltung von der Sowjetunion bedenkt, die von Unsicherheit, hoher Arbeitslosigkeit,  Kriminalität und fehlender Wirtschaftskraft geprägt war.

 

Georgien setzt verstärkt auf den Export von Rohstoffen wie Gas oder Öl, aber auch auf die Entwicklung der Tourismusbranche. Nach den Ereignissen in Fukushima wurde auch in Georgien das Atomprogramm gestoppt. Die Kaukasusrepublik fokussiert sich nun auf die Erzeugung von erneuerbaren Energien. Auch Probleme Georgiens sparte der Premierminister nicht aus: Die Bekämpfung der Korruption komme seit Jahren gut voran. Das politische Verhältnis zum Nachbarland Russland sei nicht erst seit dem Krieg 2008 angespannt.

 

Unser Dank gilt dem Premierminister, der in herausragender Weise deutlich gemacht hat, dass Georgien ein Land ist, das sich im Umbruch befindet, Probleme anpackt und das seine wirtschaftliche Zukunft aktiv gestaltet. Der Eindruck der Teilnehmer war einhellig: Georgien ist auf einem sehr guten Weg.

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