03. April 2017
Heidenheimer Brezelrunde 2017
Traditioneller Gedankenaustausch und wirtschaftspolitisches Gespräch zu aktuellen politischen Entwicklungen und künftigen Trends
Roderich Kiesewetter MdB und Martin Grath MdL berichten aus dem Bundes- und Landtag
vlnr. Roderich Kiesewetter MdB, Paul Gnaier, Martin Grath MdL und Franz Rieger (Foto: Wirtschaftsrat)

Erneut fand die sog. „Heidenheimer Brezelrunde“, welche mittlerweile zur festen Tradition der Sektion Heidenheim gehört, in Ostwürttemberg statt.

 

Als Gastgeber lud Paul Gnaier, Geschäftsführer der Gnaier GmbH, erneut in seinen Räumlichkeiten zum Gedankenaustausch und wirtschaftspolitischen Gespräch ein. Als Familienbetrieb in der dritten Generation ist das Unternehmen stark mit der Region verwurzelt. In 25 Verkaufsstätten mit über 200 Mitarbeitern und einer eigenen Logistikkette garantiert der Betrieb höchste Qualität und Frische. Klaus Deinzler, der erste Brot-Sommelier Deutschlands, erläuterte daher auch die Kunst des Brotbackens den staunenden Unternehmerinnen und Unternehmern.

 

Im Fokus der diesjährigen „Brezelrunde“ standen aktuelle Themen aus Bund und Land. Martin Grath MdL von der Bündnis 90/Grüne-Fraktion und selbst gelernter Bäckermeister erläuterte, dass lediglich zwei von 120 Abgeordneten im Landtag von Baden-Württemberg einen beruflichen handwerklichen Hintergrund hätten und betonte daher, wie wichtig es ist, sich hier mit wirtschaftlichen Sachverstand einzubringen.

Franz Rieger dankt Martin Grath MdL, Roderich Kiesewetter MdB und Gastgeber Paul Gnaier mit Balsamico-Essing von Mitglied Theo Berl aus der Ortenau (Foto: Wirtschaftsrat)

Auch der Streit über von europäischer Ebenen drängenden Fragen wie Feinstaub, NoX-Belastung und etwaiger blauer Plakette wurden in die Diskussion mit aufgenommen. Martin Grath MdL gab deshalb nicht nur aktuelle Informationen über den derzeitigen Stand der Entwicklungen, da das Land Baden-Württemberg durch gerichtliches Urteil zum Handeln und Tätigwerden genötigt war. Eine drohende Folge der Blauen Plakette wäre, dass etwaig nur noch Dieselfahrzeuge mit Euro-6-Norm in die Umweltzonen einfahren dürften. Womit verdient der Automobil-Standort Region Stuttgart sein Geld? Und womit zukünftig?

 

Roderich Kiesewetter MdB gab einen Einblick in die derzeitigen Entwicklungen im Bundestag in Berlin, gerade im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl im September 2017. Außerdem machte auf wichtige Themen wie den neuen Mobilitätskonzepte und der E-Mobilität aufmerksam, welche in naher Zukunft für Deutschland und die hiesige Automobilindustrie immer wichtiger werden. Auch zum Thema Flüchtlinge gab er nochmals einen genauen Überblick derzeitiger Entwicklungen in Griechenland und Türkei. Sorgenvoll ist hier in Richtung Ankara zu schauen …

Das "Schwarze Schaf" wurde nicht vergeben - Heidenheimer Brezelrunde 2017 bei der Gnaier GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

Europa – quo vadis? Europa als das größte Friedensprojekt verkennen leider auch zunehmend die Europäer selbst, statt sich auf die vier tragenden Säulen zu berufen: die Grundfreiheiten, wie die Reise- und Niederlassungsfreiheit, hohe soziale Standards und die Innere Sicherheit.

 

Die Mitglieder nutzten die Möglichkeit zur intensiven Diskussion. Festgehalten werden muss, dass sich beide Abgeordnete intensiv für die Region Ostalb einsetzen und stark machen. Weiter so!