28. April 2015
Herausforderungen eines Investitionsobjektes von der Genehmigung bis zur Fertigstellung
Nach nur 204 Tagen Bauzeit eröffnete Ministerpräsident Rainer Haseloff die neue Lagerhalle. Svern Köcke, Unternehmensgruppe Finsterwalde, berichtet über die Herausforderungen von Investitionsobjekten von der Genehmigung bis zur Fertigstellung.
Sven Köcke, Sprecher der Unternehmensgruppe - Handlungsbevollmächtigter, Finsterwalder Transport und Logistik GmbH Halle und Mitglied Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt, Sektion Halle - Foto: Wirtschaftsrat

Nach der Begrüßung der Gäste und Mitglieder des Wirtschaftsrates bei der Finsternwalder Transport und Logistikgruppe in deren Geschäftsräumen in Halle an der Saale folgte eine Einführung in die Finsternwalder Unternehmensgruppe durch Sven Köcke, Sprecher der Unternehmensgruppe und Handlungsbevollmächtigter. 1937 gegründet hat die Unternehmensgruppe Finsternwalder inzwischen Standorte in Halle/Saale, Türkheim, Gelsenkirchen sowie Mindelheim, Leipzig, Merseburg, Eisleben, Schkopau, München, Ratingen und Berlin, Tartu (EST) und Venlo (NL). Insgesamt arbeiten 1200 Mitarbeiter, davon 70 Auszubildende, an den verschiedenen Standorten. Der Umsatz 2013 betrug 131 Millionen Euro. Der Unternehmensgruppe stehen Lagerflächen von ca. 250.000 m² Hallenlager und ca. 110.000 m² Freilager zur Verfügung. Der Fuhrpark besteht aus 290 Einheiten.


Im Anschluss sprach Köcke über die „Herausforderungen eines Investitionsobjektes von der Genehmigung bis zur Fertigstellung“, am Beispiel des 15 Millionen Neubaus einer Lagerhalle von Finsternwalder in Halle. Am 20.März 2014 erfolgte der Spatenstich, bereits am 10. Oktober 2014 - nach nur 204 Tagen Bauzeit - die Eröffnung durch Ministerpräsident Rainer Haseloff.


Dabei wurden 33.000 Palettenplätze im Hochregal geschaffen, 50.000 cbm Erdmassen bewegt und gleichzeitig 20.000 cbm Stauvolumen für das Oberflächenwasser geschaffen, 22.000 Tonnen Beton verbaut und 43 Kilometer Kabel verlegt, ganze sieben Kilometer davon Datenkabel, zwei Kilometer Zaun errichtet, 7.000 Sträucher und Bäume gepflanzt, und über 9,5 Kilometer Sprinklerrohre montiert werden. Ebenfalls wurde ein Löschwassertank mit einem Wasservorrat von rund 800.000 ltr. und eine Schaumlöschanlage, die in nur 7 Minuten 37.500 Kubikmeter Schaum erzeugt, installiert. 40 neue Mitarbeiter konnten so für diesen Standort gewonnen werden.


Die Besonderheit an dieser neuen Halle ist das Gefahrstofflager: einmal im Jahr wird eine Havarie-Übung durchgeführt. Inhalt der Übung ist die Simulation des Gefahrstoffaustritts durch das Anstechen eines IBC mit der Stapler-Gabel. Die Mitarbeiter werden trainiert, die Lage sicher und schnell unter Kontrolle zu bekommen. Im Zusammenwirken mit der Feuerwehr findet so alle zwei Jahre eine Notfallübung statt.