29. November 2011
„Herausforderungen und Perspektiven der Verkehrspolitik zwischen Deutschland und der Schweiz und ihre Bedeutung für die regionale Wirtschaft“
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Wolfgang Stölzle, Inhaber des Lehrstuhls für Logistikmanagement und Studiendirektor des berufsbegleitenden Diplomstudiums Logistikmanagement der Universität St. Gallen und Christian Bücheler, Geschäftsführer der TRANSCO Süd Internationale Transporte GmbH Konstanz

Konstanz. „Baden-Württemberg ist im Bereich Innovationskraft die Nummer 1 gefolgt von Bayern. Damit das so bleibt, benötigen wir dringend gut ausgebaute Infrastruktur, auch über die nationalen Grenzen hinweg“ eröffnete Dr. Peter Lang, Sprecher der Sektion Konstanz-Westlicher Bodensee die Podiumsdiskussion zum Thema „Verkehrspolitik“ mit Prof. Dr. Wolfgang Stölzle und Christian Bücheler im Hause der Südstern Bölle AG + Co KG Niederlassung Konstanz.

 

Zwischen Deutschland und der Schweiz können im Bereich Verkehr derzeit diverse Themen angesprochen und kontrovers diskutiert werden. Dazu gehört sicherlich der NEAT-Zubringer oder der LKW-Transitverkehr, aber auch das Anflugregime auf den Flughafen Zürich.

 

Ziel der Veranstaltung war nicht nur, die Sicht der beiden Länder näher zu beleuchten, sondern vor allem auch die Meinung der regional ansässigen Unternehmen und ihre praktischen Erfahrungen gemeinsam zu diskutieren, d.h. ganz bewusst konnte die lokale Wirtschaft zu Worte kommen.

Nach einem Impulsreferat zur Einführung von Professor Stölzle, der die Situation in der Schweiz in den Bereichen NEAT-Zubringer, Gotthard-Tunnel und insbesondere des weiteren Fernverkehrs nach Italien beleuchtete, schilderte Christian Bücheler die Lage aus unternehmerischer Sicht des Transportgewerbes: „Gerade junge Berufskraftwagen-Fahrer zu gewinnen, stellt angesichts des Wettbewerbs um Fachkräfte mit der Schweiz eine besondere Herausforderung dar.“

 

Dr. Lang fasste die Ergebnisse der Diskussion zusammen: „Geeignete Fachkräfte und motivierten Nachwuchs für die Transportbranche zu finden, die schlechte Infrastruktur zu verbessern und auszubauen, insbesondere den Ausbau der B 33 zügig vorantreiben, stellen die großen verkehrspolitischen Herausforderungen der Region dar.“ und appellierte zum Abschluss: „Gute Lösungen sind nur dann zu erwarten, wenn grenzüberschreitend die Projekte mit der Schweiz gemeinsam voran getrieben werden, und nicht „jeder sein eigenes Süppchen kocht“.