21. September 2016
Inakzeptable neue Lasten für Kinder und Enkel
Wolfgang Steiger: Nahles Forderung nach neuer „Haltelinie“ belastet junge Erwerbstätige einseitig

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. kritisiert die Forderung von Arbeitsministerin Nahles, durch eine neue „Haltelinie“ die weitere gesetzlich vorgesehene Absenkung des Rentenniveaus zu verhindern. "Heute kommt auf drei Personen im erwerbsfähigen Alter ein Rentner. Schon 2030 müssen zwei Bürger im erwerbsfähigen Alter einen im Ruhestand finanzieren. Es führt kein Weg daran vorbei, dass einerseits die Jüngeren mehr Eigenvorsorge betreiben, um unsere nicht zukunftsfähige, umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung zu entlasten. Andererseits können die Renten der Älteren lediglich in moderatem Umfang ansteigen“, erklärt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger.

„Dieser Generationenvertrag war für die SPD nach der Jahrtausendwende noch selbstverständlich. Doch die heutige SPD würde ihn am liebsten zerreißen. Statt den demographischen Faktor in der Rentenversicherung als SPD-Erfolg herauszustellen, wollen sie die Lasten der Bevölkerungsalterung künftig einseitig den Jungen aufbürden“, mahnt Wolfgang Steiger weiter. Die Folge einer von Nahles geforderten Festschreibung des Rentenniveaus sei, dass Rentenbeiträge noch rasanter steigen und die Jungen Erwerbstätigen einseitig zum Lastesel der Bevölkerungsalterung werden.

Bis 2060 werden allein die Sozialabgaben – Steuern noch nicht einmal berücksichtigt – nach Berechnungen der Wirtschaftsweisen ohne Gegenmaßnahmen bis auf ca. 48,5 Prozent des Lohnes nach oben schnellen. Davon entfällt dann allein ein Beitrag von 26,5 Prozent auf die gesetzliche Rentenversicherung. Eine zukunftsgerichtete Rentenreform braucht deshalb als klaren Focus: Wie können wir verhindern, dass die Jungen, Erwerbstätigen, von den Kosten der Bevölkerungsalterung erdrückt werden? Die klare Antwort des Wirtschaftsrates: Eine längere Lebensarbeitszeit – auch über den 67. Geburtstag hinaus – sichert auskömmliche Renten, ohne die junge, erwerbstätige Generation zu überlasten.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de