15. September 2014
Industrie- und Innovationsfähigkeit weiter stärken
Traditionelles Sommerfest des Landesverbandes mit Frank Henkel MdA
Beim diesjährigen Sommerfest sprach Berlins Innensenator Frank Henkel MdA über die Olympiabewerbung der Hauptstadt, die zukünftigen Schwerpunkte einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik und die Metropolregion Berlin-Brandenburg.
Frank Henkel MdA und Dr. Nikolaus Breuel (Foto Wirtschaftsrat)

Senator Henkel MdA sprach sich deutlich für Berlins Bewerbung als Austragungsort der Olympischen Spiele aus. Sie sei eine große Chance für die Stadt und die Region. Zudem ist Berlin eine weltoffene, lebendige und sportbegeisterte Weltmetropole. Die nötige Infrastruktur sei vorhanden und die Stadt für das größte Sportfest der Welt hervorragend vorbereitet. Henkel betonte vor allem die Nachhaltigkeit des Olympiakonzeptes der Stadt, zeigte aber auch Verständnis für die Skepsis der Bewohner – generell gegenüber Großprojekten. Die Mehrheit der Berliner befürworte jedoch die Bewerbung.

Eine große Herausforderung für Berlin ist der enorme Bevölkerungszuwachs. Bis 2030 soll es einen Zuwachs von mehr als 200 000 Menschen geben. Das erfordert Investitionen in Infrastruktur, Schulen, Kitas und bezahlbare Wohnungen. Vor diesem Hintergrund bedauerte Henkel den Volksentscheid gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes. Denn nur ein erweitertes Angebot könne den Markt entspannen.

Einen Tag nach der Landtagswahl gratulierte Senator Henkel MdA der Brandenburger CDU zum guten Wahlergebnis. Nun hoffe er, dass eine vernünftige Entscheidung im Sinne des Landes getroffen wird. Von der Zusammenarbeit beider Bundesländer hat die Metropolregion bisher stark profitiert. Die Industrie- und Innovationsfähigkeit muss jedoch weiter gestärkt werden. Gerade Berlin habe sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt, es gebe jedoch noch viel zu tun. Nikolaus Breuel, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Berlin Brandenburg, zog ebenfalls eine positive Bilanz, äußerte jedoch Bedenken über die hohen konsumtiven Ausgaben des Landes. Diese belasten den Haushalt enorm. Nach dem Rücktritt Wowereits sei es zwar wichtig, Themen mit ruhiger Hand weiterzubetreiben. „Berlin darf jedoch nicht stehen bleiben.“