16. Mai 2014
Infrastruktur in Deutschland - quo vadis?
Staatssekretär Ferlemann berichtet von aktuellen Herausforderungen
Unter dem Thema „Infrastruktur in Zeiten der Großen Koalition – Häfen, Straßen, Schiene – wohin geht die Reise?“ hatte der Sektionsvorstand Elbe-Weser am 16. Mai den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, zu einem Frühstücksgespräch ins Duhner Strandhotel Kamp nach Cuxhaven eingeladen.
v.l.n.r. Michael Roesberg, Landrat Stade; Kai-Uwe Bielefeld, Landrat Cuxhaven; Dr. Ulrich Getsch, Oberbürgermeister Cuxhaven; PSts Enak Ferlemann MdB; Heinrich Ahlers, Sektionssprecher Wirtschaftsrat Elbe-Weser

Zu Beginn seiner Ausführungen stellte Staatsekretär Ferlemann eine Zahl in den Raum, wonach der Seeverkehr das Rückgrat der Globalisierung sei und 90% des Warenverkehrs weltweit über das Schiff abgewickelt werde. Weiter sei mit einer Verdoppelung des Warenverkehrs bis 2030 zu rechnen, von denen der Seehafenumschlag in den Deutschen Nordseehäfen die besten Wachstumsraten habe.

Der demografische Wandel stelle Deutschland als größtes Transitland Europas vor gewaltige Herausforderungen, die nur im Zusammenspiel der Verkehrsträger bewältigt werden können. Dabei gelte es Anreize zu setzen: Heute werden 70 Prozent der Verkehre in Deutschland über die Straße, 20 Prozent über die Schiene und nur ca. 10 Prozent über die Binnenwasserstraßen geführt, wobei hier großes Potential liege.

Aus der Zuhörerschaft kam der Vorschlag, wie einst zur Deutschen Einheit nationale Verkehrsprojekte per Gesetz zu beschließen, um die anstehenden Infrastrukturprojekte in einem der Bedeutung angemessenen Zeitfenster zu realisieren. Staaten wie Dänemark seien uns diesbezüglich deutlich voraus.