15. August 2013
Innovation oder Subvention? - Erneuerbare Energien müssen an marktwirtschaftlichen Risiken beteiligt werden
„Mit Wirtschaftsplänen hat Deutschland in den vergangenen einhundert Jahren wenig gute Erfahrungen gemacht, solange sie starr angewendet wurden. Den Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet dürfen Pläne nur einen Rahmen geben", sagt Dr. Markus Wessel, Vorsitzender der Landesfachkommission Energie und Umwelt und Mitglied des Landesvorstands des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg.

Insofern sind die bisherigen Annahmen anhand der tatsächlichen Ereignisse und der dabei gewonnenen Erfahrungen, möglicherweise neu auszurichten. Die Erzeuger regenerativer Energien  dürfen ihre Redundanz durch konventionelle Stromerzeuger nicht geschenkt erhalten, sondern müssen an den Kosten der Erzeugung angemessen beteiligt werden. Die bisherige Verteilung der Netznutzungsentgelte auf die Letztverbraucher benachteiligt die Einwohner der Gebiete, in denen mehr Strom transportiert, als konsumiert wird. Wenn alle von der Energiewende profitieren, müssen auch alle gleichmäßig an den Kosten beteiligt werden“, so Dr. Markus Wessel, Vorsitzender der Landesfachkommission Energie und Umwelt und Mitglied des Landesvorstands des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg, auf der Veranstaltung des Wirtschaftrates zur Energiestrategie des Landes Brandenburgs.

„Die Stärkung marktwirtschaftlicher Elemente sowie ein ganzheitlicher Ansatz der konventionellen Erzeugung, erneuerbaren Energien und des Ausbaus von Speichertechnologien, wird dringend benötigt“, so Wessel.

Der Flächenstaat Brandenburg bietet sich dabei als Standort für konventionelle und regenerative Erzeugung von Energie an. Das Land Berlin wäre für intelligente Netze und Speichertechnologien prädestiniert. An Fördermöglichkeiten mangelt es in beiden Ländern nicht.

Der Wirtschaftsrat Deutschland hat dafür ein Marktintegrationsmodell für erneuerbare Energien entwickelt, das unter Download Marktintegrationsmodell abgerufen werden kann.

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Caroline Stummel
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