22. Februar 2017
Integration von Flüchtlingen in den regionalen Arbeitsmarkt
Agentur für Arbeit zieht insgesamt positives Fazit
Karl-Ernst Starfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Neuwied, berichtete im Rahmen eines Wirtschaftsrats-Lunchs in Koblenz, zu dem der stellvertretende Landesvorsitzende und Sektionssprecher, Thomas Wolff, eingeladen hatte, über die Integration von Flüchtlingen in den regionalen Arbeitsmarkt.
Karl-Ernst Starfeld beim Wirtschaftsrats-Lunch in Koblenz (Foto: Wirtschaftsrat)

Starfeld gab bekannt, dass per Juni 2016 insgesamt 222 Asylsuchende aus nicht-europäischen Ländern, wie Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien, bereits sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen seien. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen der gleichen Länder habe per Januar 2017 849 Personen betragen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der gemeldeten erwerbstätigen Personen aus diesen Herkunftsländern auf ca. 2.370 Menschen. 


Um eine Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen, sei für die Flüchtlinge das Erlernen der deutschen Sprache, die Feststellung ihrer Kompetenzen, eine Qualifizierung und Förderung sowie die Anerkennung erworbener beruflicher Abschlüsse wichtig. Dies erfolge durch die Agentur für Arbeit für Asylbewerber und Flüchtlinge, die noch nicht anerkannt sind sowie für geduldete Personen.  Unabhängig vom Arbeitsmarktzugang müsse durch die Ausländerbehörde eine Beschäftigungserlaubnis erteilt werden, dies werde in den Nebenbestimmungen in den entsprechenden Ausweisdokumenten vermerkt. 


Starfeld betonte insbesondere auch das Engagement der ehrenamtlichen Helfer, das sehr wertvoll und ein unverzichtbarer Beitrag zur Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen sei. So würden beispielsweise Asylsuchende bei den ersten Schritten bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter unterstützt, ebenso erfolge Hilfestellung bei der schriftlichen und telefonischen Kommunikation, bei Bedarf dienten die Ehrenamtlichen als Ansprechpartner für Behörden und ggf. Arbeitgeber. Insgesamt zog Starfeld ein positives Fazit über die bereits erfolgten Maßnahmen und er blicke optimistisch auf die zukünftige Entwicklung.