18. November 2015
Veräußerungsgewinne auf Firmenanteile bis zu zehn Prozent bleiben steuerfrei
Wolfgang Steiger: Erfolg für den Wirtschaftsrat und die Gründerszene in Deutschland

Der Wirtschaftsrat begrüßt ausdrücklich, dass das Bundesfinanzministerium bei der Reform des Investmentsteuergesetzes einlenkt und Gewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen von unter zehn Prozent nicht besteuert werden. „Der Wirtschaftsrat hat sich von Anfang an klar gegen die Besteuerung dieser Anteile ausgesprochen. Die Steuer hätte die sich gegenüber anderen Staaten ohnehin schon oft schwierig gestaltende Kapitalbeschaffung noch einmal massiv erschwert. Die Entscheidung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist deshalb ein wichtiges und richtiges Signal für die Startup-Szene in Deutschland und damit für unseren Wirtschaftsstandort“, betont Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Auch viele Bundesländer hatten sich für den Gesetzentwurf stark gemacht, der die Besteuerung von Veräußerungsgewinnen auch kleiner Unternehmensanteile nach dem Muster von Dividenden vorsah. „Wagniskapitalgeber wie Business Angels oder Fondsgesellschaften beteiligen sich an einer großen Zahl von Startups, um das oft hohe Risiko in den ersten Gründungsphasen zu streuen“, unterstrich Wolfgang Steiger. „Ein Ausstieg bei Erfolg, um wieder in andere Neugründungen zu investieren, wäre mit der Besteuerung deutlich unattraktiver geworden. Das wäre fatal gewesen, denn in Sachen Unternehmensgründungen besteht dringender Handlungsbedarf in Deutschland. Die Zahl der Gründungen ist weiterhin rückläufig.“

 

 

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