01. Februar 2016
Jahresauftakt Wetzlar: Gespräche in Krisenzeiten
Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Clemens Reif berichtete zur Jahresauftaktveranstaltung der Sektion Wetzlar von der aktuellen politischen Lage in Hessen und der Welt. Zudem ging er auf die Fragen, Anmerkungen und Einschätzungen der Gäste ein, die sich vor allem um die aktuellen europa- und weltweiten Krisen drehten.
Foto: Privat

Reif, selbst auch Unternehmer, stellte zunächst klar: „Wir sind eines der reichsten Länder der Welt.“ Die einzigartige Kombination aus Infrastruktur, wirtschaftlicher Stärke und Sozialleistungen mache Deutschland so besonders. Dunkle Prognosen hingegen stellte der Politiker zur Lage der FDP: „Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass die FDP so schnell nicht zurückkommt.“ Für unsere europäischen Nachbarn stellte er fest, dass diese sich zuletzt zu stark auf Dienstleistungen konzentriert hätten. So sei der Wahlerfolg Marine Le Pen im wirtschaftlich geschwächten Nordfrankreich keine Überraschung. Reif warnte auch vor einer erneuten Negativentwicklung in Südeuropa. Eine Wiederholung der Griechenlandkrise sei nicht zu verkraften.

 

Im Gespräch mit den Gästen zeigten sich viele besorgt über den teilweise unkontrollierten Einlass und das Verschwinden oder Untertauchen von Flüchtlingen. Reif konstatierte, dass „Änderungen im Denken jetzt langsam spürbar“ sind. Gleichwohl lobte er Merkel für ihre Arbeit und Professionalität und betonte, dass es wohl keine Alternative gebe. 

 

Auf die Frage hin, ob er China als Bedrohung für den deutschen Mittelstand sehe, antwortete Reif beruhigend: „China wird vertragstreuer werden.“ Der Wirtschaftsriese mache jetzt erste Erfahrungen mit den Auswirkungen des Abschwungs und werde daraus lernen.

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