13. Februar 2012
„Jede Mitarbeiterbeziehung ist eine Liebesbeziehung.“
Marcus Smola, Geschäftsführer der Best Western Hotels Deutschland GmbH, spricht beim Wirtschaftsrat über Mitarbeiterführung
Baden-Baden. „Ein Tag im Leben eines Mitarbeiters: Mitarbeiterführung ist emotional – warum auch nicht?“ leitete Dr. Roman Glaser die gleichnamige Abendveranstaltung ein. Zahlreiche Mitglieder und Gäste waren der Einladung der Sektion Baden-Baden/Rastatt gefolgt, um im BEST WESTERN Queens Hotel Baden-Baden mehr über die erfolgreiche Führung von Mitarbeitern zu erfahren. Mit den Worten „Wir sind bekanntlich ein Unternehmerverband, da ist der Umgang mit Mitarbeitern unser Tagwerk“, begrüßte Sektionssprecher Dr. Roman Glaser und leitete zum Thema des Abends über. Nora Waggershauser, Direktorin des BEST WESTERN Queens Hotel, schloss sich der Begrüßung an und hieß die Gäste in ihrem Haus herzlich willkommen.
Dr. Roman Glaser, Nora Waggershauser, Marcus Smola

Zu Beginn seines Vortrags berichtete Marcus Smola von seinen Erfahrungen, die er durch die Teilnahme an der Fernsehserie „Undercover Boss“ machte. Mehrere Tage arbeitete er dabei als Praktikant inkognito in seinen Hotels mit. Im Vordergrund stand dabei jedoch nicht das Ausspionieren und Kontrollieren, sondern ein Wechsel der Sichtweise und das bessere Verständnis der Mitarbeiter und deren Bedürfnisse. Schwachstellen in der Unternehmensführung sollten aufgedeckt werden, um anschließend einen Verbesserungsprozess anzustoßen. Seine Erkenntnisse hat Marcus Smola in acht prägnanten Leitsätzen zusammengefasst, die er den anwesenden Gästen darlegte.

 

Dazu gehört das Wertschätzen, das Zeigen von Anerkennung, Loben, Zuhören und sich Zeit nehmen, was von den Mitarbeitern wiederum als ungemein motivierend wahrgenommen wird. Außerdem sollte man als Vorgesetzter neben dem Interesse am Mitarbeiter selbst, auch dessen Arbeit kennen und Vertrauen in die jeweiligen Fähigkeiten haben, was sich im Übergeben von Verantwortung zeigt. Hauptsächlich habe  er eigentlich „banale Dinge“ im Umgang mit Mitarbeitern gelernt, so Marcus Smola, die jedoch so selbstverständlich sind und die man sich deswegen immer wieder bewusst machen muss. Besonders betonte er die Leidenschaft und die „leuchtenden Augen“, mit denen Mitarbeiter ihre Arbeit ausführen sollten.

In diesem Zusammenhang verdeutlichte Marcus Smola außerdem die Wichtigkeit von Emotionen, die in die Beziehung zu Mitarbeitern zu investieren sei. Seiner Meinung nach kann man geschäftliche Beziehungen mit persönlichen gleichsetzen und vergleichen, da in beide Arbeit und Zeit investiert werden muss, um befriedigende Resultate für beide Seiten zu erzielen. Außerdem führt Emotionalität zu Handlungen, während dies bei Vernunft  Schlussfolgerungen sind. Schlussfolgernd resümierte er „wenn Sie eine rationale Mitarbeiterbeziehung haben, dann ist das eine schlechte.“

 

„Gerade die Sektion Baden-Baden/Rastatt widmet sich dem Thema Mitarbeiter und Fachkräfte in besonderem Maße, z.B. eine bereits durchgeführte Podiumsdiskussion zum Fachkräftemangel, ein arbeitsmarktpolitisches Gespräch unter Vorstellung des Arbeitsmarksmonitors, und weitere geplante Veranstaltungen zum deutsch-französischen Bildungsaustausch unterstreichen das Engagement der Sektion in diesen drängenden Themengebieten“ schloss Dr. Glaser den Abend ab.