31. August 2016
Jenas Verkehrssituation für Unternehmer nicht länger hinnehmbar
Mobilitätskonzept für Großraum Jena zügig fertigstellen, verabschieden und umsetzen

„Die aktuelle Diskussion um die ‚innere Westtangente‘ darf nicht wieder versanden. Vielmehr muss sie die längst fällige richtungsweisende Diskussion für ein zukunftsfähiges und ausgewogenes Verkehrskonzept beflügeln“, formuliert Lothar Brehm, Jenaer Unternehmer und Sprecher der Sektion Jena-Saalfeld im Wirtschaftrat Deutschland, die Forderung der regionalen Wirtschaft nach belastbaren Verkehrswegen an die für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur Verantwortlichen aller Fraktionen des Stadtparlaments und auch in Richtung Stadtoberhäupter.

 

Viel häufiger noch müssten, wie hier mit dem Vorschlag von Verkehrsbeirat und Stadtratsmitglied Thomas Nitzsche geschehen, Wirklichkeitsdenken statt politisch motiviertem Wunschdenken herrschen. Wirklichkeitsdenken auf Basis analysierter Verkehrsströme sei unbedingt gefragt, wenn speziell Funktion und Nutzen der Kraftfahrzeuge im öffentlichen und Individualverkehr in den Planungen ideologiefrei bewertet und berücksichtigt werden. Und zwar mit Blick auf die weiter erfolgreiche Entwicklung Jenas mit seinem Umland als Zentrum für Industrie, Handel, Handwerk, Tourismus und als attraktiver Lebensmittelpunkt mit hoher Wohnqualität. Kurz- und auch mittelfristig würden diese weiterhin die Menschen zu ihren Arbeitsstellen, Kunden und Partner zu den Unternehmen und Instituten, Konsumenten zu den Geschäften sowie Besucher zu den Sehenswürdigkeiten bringen.

 

Durch die anstehenden städtebaulichen Veränderungen in Jena beispielsweise durch Umwidmung des ehemaligen Klinikareals Bachstraße oder von Garagenflächen zu Flächen für Gewerbe und Wohnungsbau könne so nach seinen Worten nachhaltig „ein großer Wurf gelingen“. Allerdings müsse dafür, anders als bei bisher zerredeten Straßenprojekten und Umgehungstangenten, Mut zur Entscheidung im Gesamtinteresse Jenas dominieren. Zudem wäre dies auch der nötige und längst erwartete Beweis in Richtung Wirtschaft, dass Mehreinnahmen aus erhöhten Gewerbe- und Grundsteuersätzen direkt in verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen fließen.

 

Die Wirtschaftsratsvertreter sehen einsatzbereite Technologien für intelligente Verkehrsleitsysteme. In Kombination mit Umgehungsstraßen, Tunneln sowie Brücken seien diese die einzige für Kraftfahrzeuge sowie für Radfahrer und Fußgänger effektivere und sicherere Alternative zu einem sich ständig verdichtenden Wald aus immer mehr Verkehrsampeln und Verbotsschildern.

 

„Mit dieser Expertise und eigenen Vorschlägen für ein Verkehrskonzept Jena 2030 werden wir uns, gestützt auf eigene Erfahrungen und unter Hinzuziehung von fachlichem Sachverstand in die sachliche und an der Realität orientierten Diskussion einbringen sowie den Prozess der hoffentlich baldigen Umsetzung aktiv unterstützen“, konkretisiert Brehm den Part der Wirtschaft am dann wieder fließenden Verkehr in und um Jena.

Kontakt
Andreas Elm von Liebschwitz
Landesgeschäftsführer
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Thüringen
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