22. Januar 2016
Junger Wirtschaftsrat begrüßt WLAN-Fortschritte in Flüchtlingsunterkünften
Tim Albrecht: WLAN-Zugang für Online-Sprachkurse nutzen, Senat muss Koordination übernehmen

Der Junge Wirtschaftsrat Hamburg begrüßt die Fortschritte beim WLAN-Ausbau in den Flüchtlingsunterkünften der Hansestadt. Die bloße Einrichtung des WLANs in den Ersteaufnahmeeinrichtungen und in den Folgeunterkünften greift aber zu kurz. Das Internet muss vor Ort in den Einrichtungen genutzt werden, um Bildungsangebote wie Online-Sprachkurse in den Fokus zu rücken.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende des Jungen Wirtschaftsrates Hamburg, Tim Albrecht: „Ob Integration gelingt oder nicht, ist vor allem davon abhängig, dass die Sprachbarriere so früh wie möglich überwunden wird. Angesichts der aktuellen Situation muss das unbürokratisch und pragmatisch ablaufen. Die monatelange Wartezeit auf einen konventionellen Integrationskurs ist verschenkte Zeit.“

 

Die Stadt Berlin zeigt, wie es funktionieren kann: In Kooperation mit einem großen Anbieter für Online-Sprachkurse ermöglicht sie es Flüchtlingen in der Bundesallee, schon ab der Erstregistrierung mit dem Deutschlernen zu beginnen. Dieser unbürokratische Weg empfiehlt sich auch für Hamburg.

 

Darüber hinaus hält es der Junge Wirtschaftsrat für notwendig, das WLAN-Ausbautempo sowohl in den Erstaufnahmeeinrichtungen als auch in den Folgeunterkünften zu erhöhen. Hier ist der Hamburger Senat gefordert.

„Die Regierung kann sich nicht allein auf die Initiative der Telekommunikationsunternehmen verlassen. Die Anschubfinanzierung von 80.000 Euro ist letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Soll die Initiative schnell und erfolgreich umgesetzt werden, muss der Senat nicht nur mehr Geld bereitstellen, sondern die Gesamtkoordination des WLAN-Ausbaus in die Hand nehmen“, so Tim Albrecht.

Kontakt
Christian Ströder
Referent für Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Hamburg
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