17. August 2015
Junger Wirtschaftsrat legt Positionspapier vor: Vom Start-up zum Börsenkandidaten
Börsen-Zeitung

Der Junge Wirtschaftsrat hat ein Positionspapier vorgelegt, das die Attraktivität von Start-up Börsengängen erhöhen sowie private und institutionelle Anleger für ein Engagement in junge Unternehmen motivieren soll. „Die Politik muss attraktive Rahmenbedingungen für mehr Wagniskapital schaffen“, zitiert die Börsen-Zeitung den Bundesvorsitzenden des Jungen Wirtschaftsrates, Dr. Alexander Bode. Die aktuelle IPO-Schwäche deutscher Start-Ups ist ein strukturelles Problem, für welches das Börsensegment „Markt 2.0“ keine angemessene und notwendige Lösung bietet. Zuletzt waren Pläne des Bundesfinanzministeriums in die Kritik geraten, wonach Start-ups künftig schlechter gestellt werden sollen.

Der Junge Wirtschaftsrat spricht sich in seinem Positionspapier dafür aus, mit einem Bündel an Maßnahmen die Attraktivität privater und institutioneller Aktienanlagen zu erhöhen. Hierzu zählen die verstärkte Aufklärung über Aktienanlagen, die Förderung von Belegschaftsaktien sowie der Abbau von Hindernissen bei der Aktienberatung. „Regularien und überbordende Berichtspflichten behindern schon heute in Deutschland die Entwicklung von Startups und erschweren die Suche nach Kapitalgebern“, erklärt Bode hierzu. Bürgerinnen und Bürger müssten stärker an der Entwicklung von Innovationen beteiligt werden. Diese können sich durch die Investition in Aktien aktiv am Aufbau einer Innovationskultur in Deutschland beteiligen.

 

„Ein Börsengang ist auch für kleinere Unternehmen ein äußerst interessanter Weg zur Kapitalbeschaffung und muss sich als Alternative zum Fremdkapitalfinanzierung etablieren“, so Bode. Der Junge Wirtschaftsrat spricht sich dafür aus, die Mindestbesteuerung abzuschaffen, die innovative Unternehmen benachteilige. Ferner setzt sich die Vereinigung junger Unternehmer dafür ein, dass „in Zukunft Verlustvorträge beim Eigentümerwechsel vollständig erhalten bleiben, um weitere Finanzierungsrunden mit neuen Investoren zu erleichtern“, führt die Börsen-Zeitung weiter aus. Um Start-ups den Börsengang zu erleichtern, sollen sie – wie in den USA beim 2012 gestarteten Programm „Jumpstart Our Business Start-ups Act“ – von bestimmten Regularien ausgenommen werden, berichtet die Börsen-Zeitung.

 

Weiterführende Informationen:

 

Positionspapier des Jungen Wirtschaftsrates: Vom Start-Up zum Börsenkandidaten

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