24. November 2016 bis 26. November 2016
Marcus Ewald auf Jungem Wirtschaftstag zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt
Junger Wirtschaftstag vom 24. bis 26. November in Berlin

 

Auf dem Jungen Wirtschaftstag der CDU e.V. wurde Marcus Ewald, 33, zum neuen Bundesvorsitzenden des Jungen Wirtschaftsrats gewählt. Er ist Geschäftsführender Gesellschafter bei Ewald & Rössing in Mainz und berät Unternehmen im Bereich Krisenmanagement. Unterstützt wird Marcus Ewald künftig von den beiden stellvertretenden Bundesvorsitzenden Sarah Hagenkötter, 29, Head of Corporate M&A Germany bei Marsh GmbH in Frankfurt am Main, sowie Jan Brorhilker, 35, Partner bei Ernst & Young GmbH in Hamburg und Ressortleiter Finanzen bei gruenderszene.de.  Gemeinsam wollen sie den Austausch von jungen Unternehmern und Führungskräften untereinander stärker fördern und junge Leistungsträger vermehrt mit Entscheidern aus Wirtschaft und Politik zusammenbringen.

 

Marcus Ewald hat sich für seine zweijährige Amtszeit zum Ziel gesetzt, die Interessen der jungen Generation stärker zu positionieren und in die politischen Entscheidungsprozesse einzubringen: „Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, muss Deutschland bei Innovationen wieder führend werden. Wir fordern daher von Politik und Wirtschaft, mehr Experimente zu wagen. Derzeit diskutierte Rentengeschenke gehen auf Kosten der jungen Generation. Es muss einen Automatismus geben, der das Renteneintrittsalter automatisch jedes Jahr nach hinten verschiebt.“

 

Der bisherige Bundesvorsitzende Dr. Alexander Bode eröffnete zum letzten Mal nach zwei Jahren den Jungen Wirtschaftstag. Unter dem Titel „Smart Regulation – Intelligente Gesetzgebung und Regulierung im Zeitalter der Digitalisierung“ präsentierte er ein umfassendes Positionspapier, in dem konkrete Forderungen für eine innovationsfreundliche Regulierung gestellt werden, und über das Handelsblatt-Online exklusiv berichtete (Lesen Sie hier den vollständigen Artikel). „Unsere Gesetze und die Art und Weise, wie unser Rechtsrahmen gestaltet wird, stellen sich gerade in innovativen Branchen und Unternehmen als Wachstumsbremse dar“, mahnt Alexander Bode.

 

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, forderte die Mitglieder des Jungen Wirtschaftsrats auf, sich selbstbewusst zu engagieren und sich in den für die junge Generation wichtigen Themen Gehör zu verschaffen. Darunter fielen die Digitale Agenda, die Flüchtlingskrise, die verfehlte Rentenpolitik und die endlose Griechenlandkrise. Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, umriss in seiner Keynote die Herausforderungen der notwendigen Förderung von Innovationen. Als wenig innovativ und nicht zukunftsfähig sieht er die aktuellen bürokratischen Arbeitsverordnungen von Bundesarbeitsministerin Nahles an.

 

Unter dem Motto "Politik für Morgen statt Geschenke für Gestern" diskutierten im Anschluss der stellvertretende Präsident des Europäischen Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff, der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Carsten Linnemann, und Staatssekretär im Finanzministerium, Jens Spahn mit 120 jungen Unternehmern und Führungskräften aus ganz Deutschland über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmertum und die wirtschaftlichen Herausforderungen für die jungen Generation. Lambsdorff mahnte an, dass sich die Europäische Union in der größten Krise seit ihrer Gründung befinde. Es müssten dringend Lösungen gefunden werden, damit die EU nicht an ihren Krisenherden zerbreche. Dennoch würden sich die Dinge in Europa „nie über Nacht oder durch einen Ruck oder ganz schnell“ ändern. „Europa ist ein großer Tanker, es wird dauern“, so Lambsdorff.

Die Ergebnisse des Rentengipfels am 24. November bewertete CDU-Finanzpolitiker Jens Spahn zwar positiv, dennoch müssten langfristig alle länger arbeiten: „Ich kann mir vorstellen, dass das Prinzip, pro Jahr einen Monat länger zu arbeiten, auch nach 2030 fortgesetzt werden kann, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen“, so Spahn. Carsten Linnemann kritisierte hingegen, dass der Staat während der Finanz- und Wirtschaftskrise zu sehr zum Unternehmer geworden sei. Es müsse daher nun Hauptaufgabe sein, diesen Staatseinfluss wieder zurückzunehmen. Aufgabe des Staates sei es, Spielregeln für die Markteilnehmer zu entwickeln sowie deren Einhaltung zu überwachen. „Der Staat ist Schiedsrichter und nicht Mitspieler!“, betont er.

 

 

 

Zu Gast waren u.a.:


 

Alexander Graf Lambsdorff MdEP

 

 

 

Dr. Carsten Linnemann

 

 

Jens Spahn MdB