11. Mai 2010
Kaminabend zur Gesundheitspolitik mit Bundesminister Dr. Philipp Rösler
Impressionen 2010
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Der "Steuerungskreis Gesundheitswirtschaft" des Wirtschaftsrates hatte einen sehr ausführlichen und intensiven Gedankenaustausch mit Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler. Anlässlich dieses Gesprächs überreichten Präsident Prof. Dr. Kurt J. Lauk und Generalsekretär Wolfgang Steiger dem Minister die Studie des Wirtschaftsrates "Zukunft des Krankenversicherungsmarktes in Deutschland ab 2010". Prof. Dr. Volker Ulrich von der Universität Bayreuth und Prof. Dr. Eberhard Wille von der Universität Mannheim und Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit bei der Bundesregierung hatten die Federführung bei der Erstellung des Reformkonzeptes. Unterstützt wurden sie von den Mitgliedern des Steuerungskreises unter der Leitung von Rainer Tögel, dem Vorsitzenden der WR-Bundesfachkommission Sozialpolitik. Dem Steuerungskreis gehören hochrangige Vertreter von Privaten Krankenversicherungen und Krankenkassen, Leistungserbringern und Politiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an.

Am Abend vor der Sitzung der Regierungskommission für Gesundheit nannte Kurt Lauk die "unabdingbaren Kernelemente" für ein leistungsfähiges, finanzierbares und sozial ausgewogenes Gesundheitswesen:
Abkoppelung der Beiträge zur Krankenversicherung vom Beschäftigungsverhältnis
Beteiligung aller Bürger an der Finanzierung des Solidaritätsausgleichs
Stärkung der Transparenz und des Wettbewerbs in allen Bereichen des Gesundheitswesen.
Minister Rösler erklärte: "Wir müssen bei der Reform des Gesundheitswesens schneller sein, als wir es bisher geplant haben!" Die Solidarität im Gesundheitswesen heiße, dass die Gesunden den Kranken helfen. Derzeitig komme noch hinzu ein Ausgleich zwischen Arm und Reich. Damit sei das System aber überfordert. Dieser Ausgleich könne nur über das Steuersystem erfolgen.