18. September 2013
3.Karlsruher Abgeordneten Speeddating
Eindrücke vom Gespräch mit den Bundestagskandidaten Gunther Krichbaum MdB, Ingo Wellenreuther MdB, Olav Gutting MdB und Kai Whittaker
Speed-Dating der besonderen Art: Die Wirtschaftsrats-Veranstaltung "3. Karlsruher Abgeordneten Speeddating" stand ganz im Fokus der anstehenden Bundestagswahlen und bot die Möglichkeit im kleineren Kreise mit den Kandidaten der umliegenden Wahlkreise in direkten Dialog zu treten
Hanspeter Steiert begrüßt die Teilnehmer der Veranstaltung in der Mood Lounge (Foto: Wirtschaftsrat)

Hanspeter Steiert, Sprecher der Sektion Karlsruhe/Bruchsal eröffnete den etwas ungewöhnlichen politischen Mittagstisch, der ganz im Zeichen des „Speeddating“-Systems stand, bei dem alle drei Minuten der Gesprächspartner getauscht wird. Nur, dass hier die vier Kandidaten die Tische nach ein paar Minuten auf das Kommando von Hanspeter Steiert im Uhrzeigersinn wechselten. Jeder Teilnehmer der Veranstaltung hatte somit die Möglichkeit, die Vier über ihre jeweiligen Wahlprogramme und -ziele sowie ihre persönliche Prognose zur anstehenden Bundestagswahl zu befragen und  mit ihnen ins direkte Gespräch zu treten. In der Mood Lounge in Karlsruhe ergaben sich auf diese Weise interessante Fragen und Dialoge.

 

„Der Standort Deutschland ist ein exzellenter Markt“, stellte Gunther Krichbaum MdB fest. Man müsse in jedem Fall eine Substanzbesteuerung des Mittelstandes vermeiden, um wirtschaftlich Kurs halten zu können. Auch ohne Steuererhöhungen soll weiterhin ein  ausgeglichener Haushalt angestrebt werden. Die Nachwirkungen einer sozialistischen Regierung im Gegensatz zu einer konservativen seien nicht nur in Ländern wie Griechenland oder Spanien spürbar, sondern zeigten sich auch immer stärker in unserem Nachbarland Frankreich.

Für Kai Whittaker steht im Falle einer Wahl in den Bundestag das Abgeordneten Dasein an oberster Stelle (Foto: Wirtschaftsrat)

Ähnlich argumentierte Ingo Wellenreuther MdB: Bereits 2015 wird Deutschland beginnen, seine Schulden zu tilgen, so der Karlsruher Abgeordnete. Er hoffe auf ein „40 % + X“-Ergebnis der CDU und den Wiedereinzug der FDP in den Bundestag. Die AfD sei für ihn die große Unbekannte bei dieser Bundestagswahl und könne das Zünglein an der Waage werden.

 

Auch der jüngste Teilnehmer der Veranstaltung, Kai Whittaker, stellte sich vor. Mit 28 ist er bereits Direktkandidat für seinen Wahlkreis Baden-Baden/Rastatt. Seit 1999 ist er Mitglied in der Jungen Union bzw. in der CDU. Auf die Frage ob er im Falle einer Wahl in den Bundestag seine Stelle als Assistent der Geschäftsleitung bei der Herrenknecht AG weiter ausüben wolle, entgegnete er, die erste Priorität habe selbstverständlich das Abgeordneten-Dasein.

Auf das Kommando von Hanspeter Steiert wechselten die Politiker in gleichmäßigen Zeitabschnitten die Tische (Foto: Wirtschaftsrat)

Auf die Frage seiner politischen Prognose äußerte sich Olav Gutting MdB kritisch gegenüber einer großen Koalition und äußerte Zweifel, ob denn Ziele - sowohl der einen als auch der anderen Seite -  in diesem Falle überhaupt erreicht werden könnten.

 

In seinem Schlusswort betonte Hanspeter Steiert noch einmal die Wichtigkeit der diesjährigen richtungsgebenden Bundestagswahl. Es sei nun wichtig, jeden Bekannten zu animieren zur Wahl zu gehen, um ein befriedigendes Wahlergebnis zu erzielen.