07. Mai 2012
Kein Generalverbot für Fracking!

"Als Industrieland dürfen wir uns nicht schon wieder von einer innovativen Technologie verabschieden, bevor diese überhaupt erprobt wurde. Fakt ist: Bei der Umsetzung der Energiewende sind wir auf eine sichere und bezahlbare Versorgung mit Erdgas angewiesen. Es wäre fahrlässig, eine Technologie zur Nutzung heimischer Erdgasquellen wie ‚Hydraulic Fracturing’ (Fracking) auszubremsen und unter ein Generalverbot zu stellen", betont Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Steiger weiter: "Wir laufen Gefahr, durch die emotional aufgeladene Debatte erneut innovationsfeindliche Politik auf Kosten des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu betreiben. Bei der Förderung von unkonventionellem Erdgas in Deutschland und Europa sind jedoch Augenmaß und Sachlichkeit gefordert: Die Sicherheit der Trinkwasserversorgung muss an erster Stelle stehen. Nach einer differenzierten Betrachtung und je nach geologischer Beschaffenheit, muss die Erprobung von ‚Fracking’ auch in Deutschland ermöglicht werden."

"Um die Energiewende erfolgreich meistern zu können, müssen wir dem Schwelbrand wachsender Technologiefeindlichkeit in Deutschland vehement entgegentreten. Bereits die Einführung der Zukunftstechnologie zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) wurde hierzulande aufgrund fehlender Akzeptanz auf Eis gelegt. Wenn die Politik die Debatte um neue Technologien, wie auch Fracking, nicht mit vereinten Kräften und auf sachlicher Basis vorantreibt, darf man sich nicht wundern, dass der Bürger vor Ort zur Blockade aufruft. Damit das Industrieland Deutschland auch künftig der Anker für Wachstum und Stabilität in Europa bleiben kann, müssen wir offen sein für neue Technologien und diese auch vor Ort erproben", fordert Steiger.


Weiterführende Informationen:

Themenseiten Energiepolitik und Umweltpolitik

 

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