16. April 2013
Zur heutigen Abstimmung zum Emissionshandel im EU-Parlament erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.:
Keine künstliche Verknappung der CO2-Zertifikate!

„Wir begrüßen, dass das EU-Parlament heute den Kommissionsvorschlag zur Reduzierung der Emissionszertifikate abgelehnt hat. Auf diese Weise werden Eingriffe in den Markt verhindert und die notwendige Investitionssicherheit für die Unternehmen erhalten,“ erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V.

 

„Die Kommission hatte vorgeschlagen, 900 Millionen Zertifikate befristet aus dem Markt zu nehmen, um dadurch den Preisverfall abzumildern. Die Gründe für den Preisverfall liegen aber an anderer Stelle: der Wirtschaftskrise, den erfolgreichen Effizienzanstrengungen der Industrie und dem Erfolg der Erneuerbaren Energien. Sinkende Preise waren hier vorhersehbar und sind systemimmanent. Und gerade in einer Zeit des Produktionsrückgangs ist es gut und richtig, die europäische Industrie vor weiteren Belastungen zu schützen! Von einem Eingriff in den Zertifikate-Markt hat der Wirtschaftsrat daher dringend abgeraten,“ so Steiger weiter.

 

„Gerade die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit dieses Instruments ist das Gute, wobei gleichzeitig das Klimaziel – die gewünschte Mengenreduzierung des Klimagases CO2 – erreicht wird. Mit diesem Argument muss man im Ausland für das Emmissionshandelssystem werben! Mit dirigistischen Eingriffen macht man das System kaputt. Anstatt Investoren zu verunsichern wäre eine durchdachte strukturelle Reform des Systems mit einem Zeithorizont bis zum Jahr 2030 notwendig, die auch den Ausbau der erneuerbaren Energien mit einbezieht.“

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