04. Mai 2016
Köln braucht eine wirtschaftspolitische Vision!
IHK-Präsident Prof. Dr. Werner Görg vor Wirtschaftsrat
v.l.n.r. Dr. Georg Jacobi, Dr. Margarete Haase, Prof. Dr. Werner Görg, Eldach-Christian Herfeldt, Christoph Beumer (Foto: Wirtschaftsrat)

Wirtschaftsförderung, Verkehr, Finanzen – Diese Themen bestimmten die Veranstaltung des Kölner Wirtschaftsrates mit dem Präsidenten der IHK zu Köln, Prof. Dr. Werner Görg. Im Rahmen einer Mittagsrunde diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer mit dem Referenten über die wirtschaftspolitische Zukunft der Rheinmetropole.

„Köln gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Deutschlands“, betonte Sektionssprecher Eldach-Christian Herfeldt. In den nächsten Jahren werde ein Zuwachs von 130.000 Menschen erwartet. Drei Dinge seien für die neuen Mitbürger besonders relevant: Wohnen, Ausbildung, Arbeit. Vor diesem Hintergrund forderte Herfeldt eine wirtschaftspolitische Vision für die Stadt: „Köln braucht jetzt ein zukunftsfähiges Bebauungskonzept, beschleunigte Verkehrsprojektverfahren und vor allem mehr Flächen für Gewerbeansiedlungen.“

Neben der wachsenden Einwohnerzahl sei die derzeitig kritische Haushaltslage eine ebenso große Herausforderung, sagte Görg. „Köln muss sich selbst regieren können. Die Regierungsfähigkeit darf in dieser Situation nicht verloren gehen“, mahnte der IHK-Präsident zum Thema Haushaltssicherung an. Aus seiner Sicht müsse nun ein klares, nachhaltiges und nachvollziehbares Finanzkonzept erarbeitet werden. Hierzu sei auch eine Modifizierung des Gewerbesteuersatzes notwendig, um gewerbesteuerpflichtige Unternehmen nach Köln zu holen. „Eine starke Wirtschaft und eine solide Haushaltspolitik bilden für Köln das Fundament als aufstrebende, zukunftsorientierte und lebendige Stadt“, schlussfolgerte Görg.