19. März 2012
Leitlinien für die Kulturpolitik
Erster Kulturkonvent des Wirtschaftsrates als Ratgeber für das Kultusministerium Sachsen-Anhalt
Der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh, führte ausführlich in die Themen und Zielsetzung des in Deutschland bisher einmaligen Arbeitskreises aus Politikern, Vertretern der Wirtschaft und Kulturschaffenden ein.
v.l.n.r. Mike Berghausen, Vorstand LFK Kultur und Medien; Hendrik Pusch, Vorsitzender LFK Kultur und Medien; Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt; Sirko Scheffler, Vorstand LFK Kultur und Medien (Foto: Wirtschaftsrat)

Die erste Veranstaltung der Landesfachkommission Kultur und Medien des Wirtschaftsrates Sachsen-Anhalt stand unter dem Motto "Kulturkonvent für Sachsen-Anhalt - Chancen und Risiken politischer Rahmenbedingungen" durchgeführt.

 

Der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh, führte ausführlich in die Thematiken und Zielsetzung des in Deutschland bisher einmaligen Arbeitskreises aus Politikern, Vertretern der Wirtschaft und Kulturschaffenden ein. Bis Ende des Jahres soll der Konvent vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und im Hinblick auf die künftigen finanzpolitischen Rahmenbedingungen die Leitlinien der Kulturpolitik des Landes evaluieren und Empfehlungen zur künftigen Kulturentwicklung und -förderung geben. Darauf aufbauend will die Landesregierung ein Landeskulturkonzept für den Zeitraum bis 2025 erstellen.

 

An den Gesprächen der knapp 30 Teilnehmer beteiligten sich neben dem Minister und dem Vorstand der Landesfachkommission, Hendrik Pusch,, auch Mitglieder des Kulturkonvents, leitende Mitarbeiter des Ministeriums des Innern, Kulturschaffende und kulturinteressierte Unternehmer des Landes.

 

Es wurde die doch sehr konstruktive Zusammenarbeit im Kulturkonvent gelobt. Man sei überzeugt, bis zum Ende des Jahres mit konkreten Ergebnissen aufwarten zu können. Neben den künftigen Eingruppierungen und Verteilungsmechanismen im Bereich der Kulturentwicklung und Kulturförderung prüfe man auch die Möglichkeiten einer Vereinfachung des enormen administrativen Aufwandes für Zuwendungsempfänger.

 

Die Unternehmer erklärten ihre Bereitschaft, an der oft als "weicher Standortfaktor" bezeichneten Kulturförderung teilzunehmen. Insbesondere sprachen sie sich dafür aus, auch den Bereich der Industriemuseen und -denkmäler nicht unberücksichtigt zu lassen.

 

Der Vorsitzende der Landesfachkommission zeigte sich mit dem Auftakt zufrieden: “Ich freue mich, dass Minister Dorgerloh seine Teilnahme an unserer heutigen Auftaktsitzung ermöglichen konnte. Die intensive Diskussion hat gezeigt, dass die Unternehmer unseres Landes sehr wohl ein Interesse an der kulturpolitischen Entwicklung im Land allgemein und am Standort ihres eigenen beruflichen und privaten Wirkungskreises haben.”