02. Juni 2016
Spargelessen des Landesverbandes
"Länger leben, besser arbeiten" - die Chancen des demografischen Wandels
Als die rund 150 Gäste des diesjährigen Spargelessens des Landesverbands Berlin-Brandenburg am Ende des Abends nach Hause gingen, hatte sich, laut der Wirtschaftsjournalistin Margaret Heckel, ihre Lebenserwartung um rund 5 bis 6 Stunden erhöht.
Margaret Heckel und Dr. Nikolaus Breuel (Foto: Wirtschaftsrat)

Der unter anderem mit der steigenden Lebenserwartung einhergehende demografische Wandel, sowie die damit verbundenen Fragen, Herausforderungen und Chancen waren Thema von Heckels KeyNote.

Margaret Heckel, die sich explizit mit dem Thema der alternden Gesellschaft und den potentiellen Auswirkungen auf die Arbeitswelt befasst, stellte zunächst allgemeine Fragen in den Raum, wie: „Wollen wir so alt werden?“, „Können wir glücklich sein?“ und „Wie wollen wir im hohen Alter leben?“. Die wohl eindrucksvollsten Aussagen hierzu waren:

•    Erstens: Alter beginnt im Kopf und ein guter Lebensabend kann aktiv durch „positive

     Gedanken“ gefördert werden;
•    Zweitens: Studien ergaben, dass das im höheren Alter gemessene Glücksniveau dem der

     Jugend entspricht;
•    Drittens: der Mensch kann bis ins hohe Alter lernen und sich an neue Gegebenheiten

     anpassen.

Anschließend stellte Frau Heckel die für Unternehmern wohl interessantesten Fragen: „Wie wird der demografische Wandel die Arbeitswelt verändern?“, „Was kann man den anstehenden Herausforderungen als Arbeitgeber entgegnen?“ und letztlich „Welche Chancen tun sich auf?“.

Generell, so Frau Heckel, brauche auch die Wirtschaft ein anderes Modell für „unsere längere Lebenszeit“, in dessen Rahmen Lern-, Arbeits- und Ausruhphasen flexibler zu gestalten sind und auf verschiedenste Art und Weise alternieren könnten. Potentielle Vorteile dadurch sieht sie in:

•    dem Aufbau und Erhalt eines guten und qualifizierten Stamms an Mitarbeitern,
•    der größeren Kompetenz aufgrund von altersgemischten Teams und
•    der Ausschöpfung neuer Potentiale, z.B. durch kontinuierliche Neuqualifizierung der

      Angestellten.

Würde dies noch mit einer Gesundheitsförderung, wie beispielsweise den bekannten Bewegungspausen, kombiniert, so nutze und unterstütze der Arbeitgeber nachhaltig seinen Arbeitnehmer, fördere die Leistungsbereitschaft und Bindung zum Unternehmen und erhöhe letztlich die Nachhaltigkeit und Effizienz betrieblicher Arbeitsabläufe.

Summa summarum, der demografische Wandel komme mit vielen Herausforderungen, biete allerdings mindestens genauso viele Chancen und Entwicklungspotentiale.

Margaret Heckel, selbst Mitglied im Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg, ist die Autorin des Bestellers „So regiert die Kanzlerin“ (2009, Piper) und publizierte anschließend mehrere Werke explizit zum Thema demografischer Wandel, u.a. „Die Midlife-Boomer: Warum es nie spannender war älter zu werden“ (2012, edition Körber-Stiftung).

Andrea Weißig im Interview mit Reinhold Dellmann von der Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg e.V.
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