21. September 2018
"Längst mehr als 25 Stunden Sprechzeit"
Rudolf Henke MdB zu Gast bei der Landesfachkommission für Gesundheitswirtschaft
Rudolf Henke MdB während seines Vortrages (Foto: Wirtschaftsrat)

„Ich freue mich sehr, den Gesundheitspolitiker Rudolf Henke bei unserer Landesfachkommissionssitzung begrüßen zu können“, leitete der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Dr. h.c. Josef Beutelmann, in eine Sitzung ein.

 

Rudolf Henke MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages, äußerte sich in seinem Impulsvortrag unter anderem zu dem kürzlich durch das Kabinett beschlossene Terminservice- und Versorgungsgesetz. Die Absicht des Terminservice- und Versorgungsgesetzes bestehe vor allem darin, dass gesetzlich Versicherte schneller Arzttermine bekommen sollen. „Die Bemühungen zur Verbesserung der ambulanten Versorgung, sofern sie dem Zwecke dienen, dem demographischen und sozialen Wandel möglichst frühzeitig Rechnung zu tragen, sind zu begrüßen“ konstatierte Henke. Dabei sei es wichtig, sektorenübergreifende und kooperative Ansätze, begleitet von innovativen digitalen Anwendungen, weiter auszubauen. Insoweit sei der Entwurf des Ministeriums eine gute Grundlage für strukturelle Verbesserungen. Die im Gesetz verankerte Erhöhung der Mindestsprechzeiten von 20 auf 25 Stunden pro Woche ist nach Einschätzung des Abgeordneten allerdings realitätsfern: „Der Großteil der praktizierenden Ärzte führt längst mehr als 25 Stunden in der Woche an Sprechzeiten durch. Daher betrifft die Erhöhung der Mindestanzahl der Sprechstunden pro Woche faktisch nur eine sehr kleine Zahl von Praxen.“

Dr. h. c. Josef Beutelmann und Rudolf Henke MdB im Dialog (Foto: Wirtschaftsrat)