12. September 2016
Landesverband Baden-Württemberg: Spitzenplatz als Innovationsstandort verteidigen
Joachim Rudolf: Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung weiter stärken

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Baden-Württemberg, bewertet die Investitionen in Forschung und Entwicklung der Landesregierung positiv. „Die Innovationskraft unserer Wirtschaft ist die Voraussetzung für unseren Wohlstand. Hier befinden wir uns auf einem guten Weg, dürfen aber nicht nachlassen. Die Politik muss die Rahmenbedingungen weiter stärken“, sagt Wirtschaftsrats Landesvorsitzender Joachim Rudolf.

Laut einer aktuellen Studie des Stifterverbands der deutschen Wissenschaft schafft es Baden-Württemberg als lediglich eines von drei Bundesländern, das Ziel der Bundesregierung und der EU zu erreichen, die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern.
Besonders positiv: In Baden-Württemberg wenden allein die Unternehmen einen Betrag von 3,8 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung für Forschung und Entwicklung auf. Zusammen mit den entsprechenden steuerfinanzierten Aktivitäten von Hochschulen und staatlichen Instituten ergibt sich eine Gesamtquote von 4,7 Prozent.

Rudolf warnt davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen: „Baden-Württemberg muss in den kommenden Jahren noch stärker zu einer Wissens- und Gründergesellschaft werden, damit wir unseren Spitzenplatz als Innovationsstandort erfolgreich verteidigen können. Ein immer höherer Anteil der Wertschöpfung entfällt auf Wirtschaftsbranchen, die durch besonders hohe Wissensintensität gekennzeichnet sind. Die Forschungspolitik muss sich darauf konzentrieren, hoch qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, das geistige Eigentum unbürokratischer abzusichern sowie die innovationspolitischen Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern. Denn höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung und damit die Grundlage für wirtschaftliche Erfolge sind allemal sinnvoller als zusätzliche Sozialausgaben.“