07. November 2013
Landesvorsitzender Prof. Schetter warnt: "Soziale Marktwirtschaft ist in Gefahr!"

Tief beunruhigt, dass “immer häufiger grundlegende Prinzipien des Erfolgsmodells Soziale Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt werden“, zeigte sich Prof. Hans Helmut Schetter, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Hessen. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Sektionen Main-Kinzig, Fulda, Wetterau und Hersfeld-Rotenburg in Hanau sagte er: „Staatlicher Dirigismus, neue Pläne zu Steuer- und Abgabenerhöhungen, die vor allem die Investitionskraft der mittelständischen Wirtschaft belasten, der Ausschluss des marktwirtschaftlichen Haftungsprinzips oder der Weg in immer neue Staatsschulden führen gefährlich in die Irre“.

 

Wie wichtig die Soziale Marktwirtschaft für unseren Wohlstand und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sei, hätten die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die anschließende rasante Erholung der Bundesrepublik erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

 

Doch nicht nur die politisch Handelnden, sondern auch die Unternehmer nahm er in die Pflicht: „Das Fehlverhalten von – wenn auch kleinen, so doch prominenten – Teilen unserer Wirtschaftselite trägt zu einem dramatischen Vertrauensverlust unserer freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung bei“. Dadurch würden Markt, Wettbewerb und Unternehmertum immer mehr zum Feindbild erklärt. 

 

Um aber die großen Herausforderungen unserer Zeit – die EU-Schulden- und Vertrauenskrise, die Energiewende, den demografischen Wandel – bewältigen zu können, benötige Deutschland einen verlässlichen Kompass. „Ich bin fest davon überzeugt, dass das Modell der Sozialen Marktwirtschaft sowohl dem Finanzkapitalismus angelsächsischer als auch dem Staatskapitalismus östlicher Prägung überlegen ist“, sagte Schetter. Es habe sich über Jahrzehnte und gerade auch in Krisenzeiten immer wieder bewährt. Damit dies so bleibe, müsse sich die Soziale Marktwirtschaft und deren Repräsentanten in Wirtschaft und Politik offen für eine ständige Überprüfung, Erneuerung und Anpassung an neue Herausforderungen zeigen. Er warnte davor, die tragenden Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft aus dem Blick zu verlieren. Sie seien der Garant für Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand.

Kontakt

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Pressebeauftragter der Sektion Main-Kinzig
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