03. Februar 2011
Landrat Quilling zeichnet positives Bild vom Wirtschaftsstandort Kreis Offenbach
Ein ausgesprochen positives und zukunftweisendes Bild des Wirtschaftsstandortes Kreis Offenbach zeichnete heute Landrat Oliver Quilling vor Mitgliedern des Wirtschaftsrates in der Sektion Offenbach/Dieburg. Quilling fasste zusammen, welche Faktoren das Potential, den „immensen Standortvorteil“ des inmitten der Wirtschaftsregion Rhein/Main gelegenen Kreises ausmachen.

 

  • zentrale Lage in Deutschland und Europa
  • gut ausgebildete qualifizierte Fachkräfte
  • hervorragende Infrastruktur mit dem internationalen Flughafendrehkreuz Rhein/Main und sehr guten Anbindungen an die zentralen Autobahntangenten
  • ein dichtes S-Bahn- und Busliniennetz;
  • Schulstandort Nummer 1 in Hessen mit top-sanierten Schulen;
  • Vielzahl von Freizeit- und Kulturangeboten


Qulilling: „Mit seiner Lage in der Boom-Region Rhein/Main bringt der Kreis also alle Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum mit“. Dies belegten auch die Ergebnisse verschiedener Regionalrankings und Studien belegten. In der Prognos-Studie etwa schaffte es der Kreis Offenbach zum 3. Mal nach den Jahren 2004 und 2007 im vergangenen Jahr unter die besten 50 von 412 kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands, deren Zukunftsfähigkeit das Schweizer Forschungsinstitut untersucht hat.

Auch ansonsten, so der Landrat, beeindrucke die Wirtschaftskraft des Kreises: „Mit über 28.600 Unternehmen, die knapp 104.000 Mitarbeiter beschäftigen, liegt der IHK-Bezirk für den Kreis, gemessen an seiner Einwohnerzahl, gut im Bundestrend.“ Aber auch andere Parameter stimmten optimistisch. So liege die Kaufkraft im Kreis Offenbach mit 22.564 Euro und 19,1 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Bei der Einkommensteuerkraft mit fast 500 Euro je Einwohner (Bundesdurchschnitt: 282 Euro) schaffe es der Kreis wie auch beim allgemeinen Wohlstand auf Platz drei in Hessen. Überdurchschnittlich hoch sei auch die Produktivität. Während im Bundesschnitt jeder Erwerbstätige 58.299 Euro erwirtschafte, seien es im Kreis 75.317 Euro. Damit liege der Kreis Offenbach bundesweit an 18. Stelle.

Dass die „aktuelle gute Situation keine Eintagsfliege bleiben wird, zeigen die Aussagen der Wirtschaft für die nähere Zukunft“, sagte Quilling. So erwarteten 47 Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk für 2011 gleich gute und 44 Prozent bessere Geschäfte als im Vorjahr. „Der Optimismus ist gestiegen“, so der Landrat. Denn 26 Prozent der Firmen suchten derzeit Mitarbeiter. Die IHK erwarte für dieses Jahr 28.000 neue Arbeitsplätze in der Region Rhein/Main. Quilling sprach von einem „Beschäftigungswunder“. Er bedauerte, dass diese erfreulichen Fakten oftmals in der Öffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen würden. Eine wichtige Aufgabe - auch für den Kreis - sieht er darin, das positive Image immer wieder zu betonen, zu pflegen und zu fördern.

In der Diskussion sprachen die Mitglieder des Wirtschaftsrates ihre Probleme und Sorgen an. So müsse das Standortmarketing des Kreises aggressiver angegangen werden. Dabei sei vor allem der Flughafen herauszuheben. Weiterhin wünschten sich die Unternehmer und Führungskräfte der Region eine engere Zusammenarbeit zwischen IHK und Kreis zu den brennenden Themen Unternehmensnachfolge und Fachkräftemangel. Angesprochen wurde ebenfalls die ganztägige Kinderbetreuung, bei der Deutschland hinter anderen Ländern hinterherhinke. Da seien aber, so Quilling, dem Kreis und den Kommunen enge Grenzen gesetzt, weil die öffentlichen Kassen leer seien.

Der Landrat betonte, er werde den Dialog mit den Unternehmern weiter führen und seine Hilfe, wo irgend möglich, anbieten.