11. Juni 2019
Langjährige Forderung des Wirtschaftsrates umgesetzt
Bundestag beschließt Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. begrüßt das vom Bundestag beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz. „Endlich wurde diese langjährige Forderung des Wirtschaftsrates umgesetzt“, betont Generalsekretär Wolfgang Steiger. Mit dem Gesetz hat die Bundesregierung wichtige Weichen für eine Bekämpfung des Fachkräftemangels als Wachstumsbremse Nummer eins gestellt. Qualifizierte Akademiker, Facharbeiter, aber auch Handwerker aus dem Ausland erhalten künftig einfacheren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Eine überzogene Lockerung der Kriterien konnte zudem verhindert werden. „Deutschland muss sich die Menschen aussuchen, die aufgrund ihrer Qualifikation oder aus einem überzeugenden humanitären Grund hierher kommen“, erklärt Wolfgang Steiger. „Die Einwanderung der letzten Jahre erfolgte zumeist über den Asylparagraphen und somit unabhängig von den Qualifikationen, zudem mit geringen Anerkennungsquoten. Deshalb ist auch eine konsequente Rückführung abgelehnter Asylbewerber die zweite Seite derselben Medaille. Wir brauchen echte Fachkräfte und nicht Geringqualifizierte, deren Arbeitsplätze beim nächsten Konjunkturabschwung gefährdet sind.“

Bereits heute gibt es in der Bundesrepublik 1,2 Millionen offene Stellen. Zusätzlich wird bis 2040 die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter um sechs Millionen zurückgehen, wenn nicht entschlossen gegengesteuert wird. Der Wirtschaftsrat fordert deshalb eine langfristige und nachhaltige Integration von Arbeitskräften aus dem Ausland: „Seit 2015 sind rund eine Million neue Hartz IV-Bezieher mit Migrationshintergrund registriert worden“, sagt Wolfgang Steiger. „Nur durch den langanhaltenden Aufschwung konnten die mehrheitlich sehr geringqualifizierten Zuwanderer vielfach in einfache Beschäftigungen gelangen“, mahnt Wolfgang Steiger. Mit dem jetzt verabschiedeten Gesetz kann der Fachkräftemangel abgemildert werden.

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