12. November 2012
Lebensqualität, Gesundheit und Sicherheit - Grundlagen effizienter Leistung und wirtschaftlicher Prosperität
Prof. Dr. Dr. Michael Kastner, Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin zu Gast in der Sektion Nürtingen/Kirchheim/Filder
„Was können Unternehmer tun, um ihre Mitarbeiter leistungsfähig und gesund zu halten? Wir freuen uns sehr, dass wir den Leiter des Instituts für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin, Prof. Dr. Dr. Michael Kastner, einen ausgewiesenen Experten als Referenten dazu gewinnen konnten“, so Markus Krämer, Mitglied im Vorstand der Sektion.
Prof. Dr. Dr. Michael Kastner (Foto: WR)

Gastgeber der Veranstaltung war unser Mitglied, die SV SparkassenVersicherung in Owen. „Die SV bündelt das Versicherungsangebot der Sparkassenorganisationen in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz“, stellte Gebietsdirektor Thorsten Precker Mitgliedern und Gästen das Unternehmen vor. Allein in Baden-Württemberg und Hessen versichert sie rund zwei Drittel aller Gebäude und ist bundesweiter Marktführer in der privaten Gebäudeversicherung.

Thorsten Precker (Foto: WR)

Prof. Dr. Dr. Michael Kastner vom Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitsmedizin stieg gleich ins die Thematik ein: Den Rahmen setze die sogenannte „Dynaxität“: Der Mensch sehe sich einer steigenden Komplexität bei gleichzeitig wachsender Dynamik gegenüber. Da er diesen Anforderungen oft nicht mehr gewachsen sei, fehle ihm das so wichtige Kontrollgefühl. "Folge ist, dass wir an Vertrauen verlieren, mit (Existenz-)Ängsten kämpfen und krank werden.

(Foto: WR)

Was kann ein Unternehmen dagegen tun? „Bis zu 33 Prozent der Leistungsvarianz ist abhängig von der Unternehmenskultur“, betonte Kastner. Wichtig sei dabei eine Vertrauens-, Fehlerlernens-, Innovations- und Gesundheitskultur. Auf der kollektiven Schiene müsse Vertrauen vorgeschossen werden und das Kollektiv aus individuellen Fehlern lernen. Einen Fehler zu outen ist dabei gleichbedeutend mit dem Anbringen eines Verbesserungsvorschlags. Auf der individuellen Schiene sei es nötig, den Mitarbeiter dazu zu animieren, seine Komfortzone zu verlassen. Eine Verhaltensänderung erfordert unglaublich viel Disziplin und Motivation. Es empfiehlt sich daher, kleine Schritte zu definieren, zur Arbeit an der Person, an der Arbeitssituation, an der Organisation.

 

Die angeregte Diskussion im Anschluss zeigte das große Interesse der Unternehmer an der Thematik.