07. August 2013
Leidenschaft, Innovationskraft und drei Generationen Firmengeschichte
Sektion Ludwigsburg zu Gast bei Gerhard Rall in der Hainbuch GmbH
Zu Besuch bei einem Maschinenbauunternehmen mit eigener Philosophie, Idee und Erfolgsgeschichte.
Sektionssprecher Dr. Wolfgang Brandt während des Gesprächs (Foto: Wirtschaftsrat)

„Wir sind eine große Familie, in der man nicht einfach »nur« zusammenarbeitet“, so Gerhard Rall, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. „So mancher, der uns verlassen hat, ist später zurückgekom­men.“

 

Hainbuch entwickelt, konstruiert und produziert ANDERSARTIGES Spannzeug, das einfach und gut ist. „Wir packen nicht rein was möglich ist, sondern das, was nötig ist!“

1951 gründete Wilhelm Hainbuch die Firma in seiner Garage. Zwischenzeitlich setzt Hainbuch weltweit mit mehr als 660 Mitarbeitern (davon 480 in Deutschland) Maßstäbe im Maschinenbau. Nicht ohne Grund also erhielt das Unternehmen im vergangenen Jahr die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für herausragende berufliche und unternehmerische Leistungen und zum Dank für besondere Verdienste um die Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg.

Geschäftsführer Gerhard Rall gibt Einblicke in das Funktionieren der Hainbuch GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

„Es ist wichtig, dass uns irgendwann der große Wurf gelang“, so Rall. Um auf Dauer die Konkurrenz in Schach zu halten, gäbe es nur eine Lösung: „Tüchtiges Schaffen und lieber mit Neuheiten scheitern, als erfolgreich kopieren“.

Eine Aussage, die sicherlich gerade den Mittelstand in Baden-Württemberg zu dem gemacht hat, was er heute ist: ein Erfolgsmodell!

 

„Wir möchten unseren Kunden nichts verkaufen, sondern sie beim Kauf unterstützen“, erläutert der Geschäftsführer. „Deshalb sind wir stolz darauf, dass unsere Kunden nicht nur Käufer und Nutzer sind, sondern Fans“.

Dr. Brandt und weitere Teilnehmer der Sektion Ludwigsburg (Foto: Wirtschaftsrat)

Denn Erfolg hängt offensichtlich nicht nur am Produkt selbst, sondern an der ganzen Firma. Und dass HAINBUCH ein äußerst erfolgreiches und außergewöhnliches Unternehmen ist, war für alle anwesenden Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrats spürbar. Gerhard Rall und die Mitarbeiter des Unternehmens sind mit Leidenschaft und Innovationskraft „infiziert mit dem Virus HAINBUCH“.

Rall hat früh erkannt, dass man mit nur einem guten Verteidiger oder Torwart kein Spiel gewinnt. Die Arbeit jedes einzelnen Mitarbeiters - auch die „Nicht-Krawatten-Jobs“ werden geschätzt und anerkannt. So erhalten alle Mitarbeiter, unabhängig von ihrer Tätigkeit, eine eigene Visitenkarte. „Denn darauf kann man stolz sein“, betont Rall.

Zweifelsohne eine Einstellung, die man heutzutage nicht (mehr) in jedem Unternehmen wiederfindet.