17. Oktober 2011
Zum heutigen Spitzentreffen von Dax-Personalvorständen mit Mitgliedern der Bundesregierung zum Thema Frauenquote erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates:
„Leistung muss der Maßstab für Stellenbesetzungen sein!“

„Eignung und Leistung müssen Maßstab für Stellenbesetzungen bleiben. Unternehmen haben ein starkes eigenes Interesse an mehr qualifizierten Frauen in Schlüsselpositionen. Nur so lässt sich der demographische Wandel wirksam bekämpfen: Bis zum Jahr 2030 droht laut Prognos eine Lücke von 5,2 Millionen Fachkräften. Tatsächlich steigt der Frauenanteil in Führungspositionen der Privatwirtschaft seit Jahren und erreicht inzwischen 27 Prozent - kaum weniger als der Frauenanteil von 30 Prozent an allen Vollzeitbeschäftigten.

 

Die von der Wirtschaft vorgeschlagenen Selbstverpflichtungen der einzelnen Unternehmen sind der richtige Weg. Denn es ist unmöglich, alle Betriebe über einen Kamm zu scheren: Weil nur 6 Prozent der Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure Frauen sind, wäre für einen Autobauer wie BMW eine starre Quote von 30 Prozent Frauen in Spitzenpositionen eindeutig zu hoch!

 

Statt die deutsche Wirtschaft an den Pranger zu stellen, sollten die Ministerinnen von der Leyen und Schröder besser die grundsätzlichen Voraussetzungen für Vollzeitarbeit und den beruflichen Aufstieg von mehr Frauen in der Breite schaffen: 1,2 Millionen Mütter würden gerne arbeiten, wenn die Betreuung ihrer Kinder gewährleistet wäre. Die Bundesministerinnen von der Leyen und Schröder sollten vor der eigenen Haustür kehren: Unter ihren insgesamt fünf Staatssekretären ist keine einzige Frau!“

 

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Erwin Lamberts
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