26. November 2013
Leistungsgerechte Vergütung statt Neiddebatte

„Statt im Koalitionsvertrag Impulse für mehr Wachstum, Beschäftigung und Innovationen in Deutschland zu setzen, kann die SPD nicht davon lassen, Spitzenleistungen zu bestrafen. Der Wirtschaftsrat wendet sich entschieden gegen die neidgetriebene Symbolpolitik, die sich nun auch im Koalitionsvertrag niederschlagen soll: Wer herausragende Leistungen erbringt, soll auch herausragend entlohnt und nicht an den Pranger gestellt werden“, erklärt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Wolfgang Steiger, zu den Koalitionsverhandlungen um eine Begrenzung der Vorstandsgehälter.

„Die von den Sozialdemokraten betriebene aufwändige Regulierung der Festlegung und Abstimmung über Managergehälter ändert nichts Substanzielles am Status Quo. Stattdessen vergiftet sie das soziale Klima und schafft zusätzliche Bürokratie in Aktiengesellschaften. Bereits heute sind AGs hochgradig reguliert, was diese Rechtsform zunehmend unattraktiv macht. Wenn die SPD die Eigentümerrechte immer weiter durchreglementiert und unternehmerische Freiheit einschränkt, erweist sie dem Standort Deutschland einen Bärendienst.

Aufsichtsräte haben ohnehin ein Interesse an einer angemessenen Vorstandsvergütung – sei es, weil sie von den Eigentümern der Unternehmen berufen wurden, oder sei es, weil sie von den Arbeitnehmervertretern gestellt werden. Aufsichtsräte können es sich überhaupt nicht leisten, die Unternehmenseigner durch überzogene Gehälter für Vorstände zu schädigen: Hierfür können sie in Haftung genommen werden. Das hat die letzte Große Koalition bereits klipp und klar gesetzlich geregelt.

Gleichzeitig müssen die Aufsichtsräte natürlich auch im Blick behalten, dass erfolgreiche Unternehmenslenker international sehr begehrt sind und deshalb ihren Preis haben.

Der Wirtschaftsrat hat volles Vertrauen, dass die Selbstregulierung der Wirtschaft funktioniert. So hat die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex die Regel aufgestellt: „Der Aufsichtsrat soll das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung der Belegschaft berücksichtigen.“

 

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Themenseite Arbeitsmarkt und Alterssicherung

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