25. Oktober 2016
Lohnt es noch, in Sachsen-Anhalt Unternehmer zu sein? Politik für Unternehmer im Spannungsfeld von Steuerrecht und Konsolidierung
...Wenn das Internet klemmt, weil der Breitbandausbau nicht vorangeht!
André Schröder, Minister, Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt Foto: Wirtschaftsrat

... Wenn die Kreditkonditionen bei genauem Hinsehen doch viel komplizierter sind, als es die wohlformulierten Texte der Broschüren vermuten lassen;

 

... Wenn sich Bearbeitungsfristen in der öffentlichen Verwaltung hinziehen und der Business-Plan aus dem Ruder zu laufen droht, weil Zulassungen oder Genehmigungen dauern,

 

... dann fragen sich Unternehmer und Gründer des Öfteren:

 

"Lohnt es sich noch, In Sachsen-Anhalt Unternehmer zu sein?"

v.l.n.r. Andrè Schröder, Minister, Ministerium der Finanzen Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Flöther & Wissing Rechtsanwälte, Halle/Saale, Prof. Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer, IHK Halle-Dessau, Kay Barthel, Präsident, Landesrechnungshof Sachsen-Anhalt Foto: Wirtschaftsrat

Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Landesfachkommission Bildung und Arbeitsmarkt unter der Leitung von Matthias Freiling, Geschäftsführer, HR-ARENA GmbH - Repräsentanz Sachsen-Anhalt, auf ihrer jüngsten Veranstaltung in Magdeburg.

 

Zu diesem Anlass nahm ein hochkarätiges Podium an der Veranstaltung teil, darunter vor allem Andrè Schröder, Minister im Ministerium der Finanzen, Sachsen-Anhalt und Kay Barthel, Präsident, Landesrechnungshof Sachsen-Anhalt. Des Weiteren konnte der Wirtschaftsrat Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Flöther & Wissing Rechtsanwälte, Halle/Saale begrüßen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Thomas Brockmeier, Hauptgeschäftsführer, IHK Halle-Dessau.

Die aktuellen Herausforderungen und Hemmnisse für Unternehmen in Sachsen-Anhalt gewinnen in der Hinsicht noch größere Bedeutung, als das mehrere hundert Unternehmen in den kommenden Jahren vor einem Generationswechsel stehen. Das Land brauche Nachfolger und vor allem Konzepte, um diese zu motivieren, so Matthias Freiling.

 

Eine Frage an das Podium sorgte dabei für besonderen Diskussionbedarf, nämlich der Umstand, dass der Mittelstand in Sachsen-Anhalt "stöhnt" und sich unter der Knute der Bürokratie wähnt. Die Unternehmen würden an der Regelungswut des Bundes und des Landes leiden.

 

Insbesondere die Verfahrensregeln bei den Förderinstrumenten des operationellen Programms in Sachsen-Anhalt sind immens, es entsteht der Eindruck, dass hier weit über das EU zwingende Maß hinausgegangen wird. Dies zeige sich vor allem im Nachweisumfang, in den Bearbeitungsfristen und Zahlungsverzögerungen, so Freiling. 

Eine effektivere Steuerung könne das Land personell und finanziell entlasten.

 

 

Nach einer tiefgreifen Diskussionsrunde hatten alle Teilnehmer im Anschluss die Möglichkeit, sich mit den Podiumsteilnehmern bei einem Imbiss zu unterhalten.